Mi, 12. April 2017

Same same, but different

Volume Filmpreview: Birth of a Nation

Meistens bestimmt die Struktur des Problems die Art der Verfilmung. Das ist besonders im Fall der Sklaverei in den USA so. Es gleichen sich oftmals die Geschichten, weil eben die Sklaverei das bestimmende Element ist. Hier ist es same same, but different.

In diesem Fall geht es um den Sklaven Nat Turner, der recht gescheit ist, lesen lernt und zum Prediger wird. Da er aus der Bibel die Aufmunterung zu einem Sklavenaufstand herausliest, beginnt er auch sogleich mit den Vorbereitungen.

Interessant ist, dass der Film seinen Titel von einem der rassistischsten Filmen aller Zeiten nimmt, D. W. Griffiths „Birth of a Nation“ aus 1915. Dort ging es um den Ku-Klux-Klan, also die komplette Antithese zu diesem Film. Auch interessant ist, dass gegen den Regisseur und Hauptdarsteller Nate Parker Vorwürfe wegen Vergewaltigung aufgekommen sind, die den Film in den USA teilweise zum No-Go gemacht haben.
Fazit: „Birth of a Nation“ ist ein manchmal zu pathetischer Film, der einen hierzulande eher unbekannten Aspekt der US-Sklaverei beleuchtet.


Regie: Nate Parker
Mit: Nate Parker, Armie Hammer, Aja Naomi King, Jackie Earle Haley, Penelope Ann Miller,  Gabrielle Union
Kinostart: 14.04.2017
Bewertung: 3/5