Di, 4. Juni 2019

Wer anderen eine Grube gräbt …

VOLUME Kinokritik: TKKG

Schwererziehbar, superschlau, verfressen und mutig: Da hat man anscheinend so ziemlich alle Facetten abgedeckt, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Alter egal. Denn diese Teenie-Kids tricksen die erfahrenen Alten schon mal mit links aus.

Durch Zufall treffen Tim und Willi, auch Klößchen genannt, im Internat aufeinander, lernen ziemlich schnell Gabi kennen, und dann stolpert ihnen auch noch Karl über den Weg – schon ist die kleine Gruppe komplett: Ursprünglich unabhängig voneinander beobachten sie ein Verbrechen, doch erst gemeinsam schaffen sie es die Puzzleteile zusammen zu setzen, und sind so sogar ziemlich schnell der Polizei einen Schritt voraus. Was sie natürlich in ungeahnte Gefahren bringt.

Kinderfilme zu machen ist wahrscheinlich immer schwer und Klassiker zu verfilmen, bei denen jeder vorab bereits seine eigenen Fantasien im Kopf hat, ist vermutlich noch schwerer. Hier geht der Plan aber voll auf: Alte Stories werden aus der Mottenkiste geholt, mit cooler Musik durchgeschüttelt und durchgeblasen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Hier seht ihr den Anfang einer der legendärsten Banden eurer Kindheit: TKKG.

Regie: Robert Thalheim
Mit: Ilyes Moutaoukkil, Manuel Santos Gelke, Lorenzo Germeno, Emma-Louise Schimpf, Tom Schilling
Kinostart: 07.06.2019
Bewertung: 3/5

— Julia Heinelt