Mi, 24. Januar 2018

Redneckplage und Redneckklage

Volume Filmpreview: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Regisseur Martin McDonagh hat einen eigenen Stil, der Humor und brutale Tragödien auf eigenartig realistische und doch irgendwie exotische Art paart. So auch in seinem, nach „Brügge sehen und sterben“ und „7 Psychopaths“ dritten Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”.

Mildred Hayes ist eine harte Frau, die sich nichts gefallen lässt. Als nach der brutalen Vergewaltigung und Ermordung ihrer Tochter von der Polizei wenig bis gar nichts unternommen wird, mietet sich die hantig-resolute Mildred (extrem unterhaltsam von der Golden Globe gekrönten Frances McDormand dargestellt) die titelgebenden drei Plakatflächen, auf denen sie in aller Öffentlichkeit dem Sheriff Vorwürfe macht. Das lässt die kleine Ortschaft nicht mehr zur Ruhe kommen.

Neben Sheriff Willoughby (kongenial von Woody Harrelson verkörpert) ist besonders der Paraderedneck und Hilfssheriff Dixon (Sam Rockwell) echauffiert. Einmal in Gang gekommen, verändern die Ereignisse alle Beteiligten in unvorhergesehene Richtungen. Dass seine Filme extrem gut geschrieben sind, aber kein klassisch befriedigendes Ende haben, gehört ebenfalls zu McDonaghs Stil. Das machen aber die zwei Stunden davor mehr als wett. Nicht umsonst für sieben Oscars nominiert …


Regie: Martin McDonagh
Mit: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Peter Dinklage
Kinostart: 26.01.2018
Bewertung:
4/5