Fr, 2. Oktober 2015

Kiffen macht gleichgültig. Na und?

VOLUME Filmpreview: American Ultra

Die meisten Unfälle ereignen sich im eigenen Haushalt, vor allem wenn die CIA auftaucht…

Der Hauptdarsteller dieses Films ist das, was man im Volksmund als „butterwaac“ bezeichnet. Das Drehbuch macht ihn quasi zum Ich-Erzähler des Sublime Songs „Smoke Two Joints“, in dem es ja bekanntlich heißt: “I smoke two joints in the morning, I smoke two joints at night, I smoke two joints in the afternoon, it makes me feel alright, I smoke two joints in time of peace and two in time of war, I smoke two joints before I smoke two joints and then I smoke two more…” Ansonsten ist seine größte Sorge, wann der richtige Zeitpunkt ist, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen.

Sein Sorgenspektrum multipliziert sich allerdings gewaltig, als obskure Gestalten versuchen, ihn umzubringen, dabei aber kläglich scheitern, weil er sie mit einem Suppenlöffel killt. Ja, mit einem Suppenlöffel. Quasi reflexartig, aus dem Rückenmark. Was geht da vor, fragt man sich? Ist Jesse Eisenberg tatsächlich zugedröhnt? Kann Kristen Stewart erträglich sein? Fragen über Fragen häufen sich jedenfalls, während sich die Macher des Films wohl immer noch fragen, ob sie eigentlich eine Stoner-Komödie oder einen ultrabrutalen Actionreisser machen wollten. Geworden ist daraus beides, aber irgendwie nicht ganz so gut, wie es möglich gewesen wäre. Mit einem Kübel Popcorn bewaffnet ist der Film aber gar nicht so übel…


Regie: Nima Nourizadeh
Mit: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Connie Britten, Topher Grace, Walton Goggins, Bill Pullman
Kinostart: 16.10.2015
Bewertung: 3/5