Mi, 23. November 2016

Geld, Gesang & Syphilis

Volume Filmpreview: Florence Foster Jenkins

Die schwerreiche New Yorker Society-Lady Florence Foster Jenkins (eine weitere Paraderolle für die vielfache Oscarpreisträgerin Meryl Streep) ist ganz musikbegeistert, unterhält den von ihr gegründeten Verdi-Club und unterstützt große Musiker, die auch ab und zu Geld brauchen.

Sie war in jungen Jahren ein Wunderkind und hat vor dem Präsidenten gespielt. Doch seitdem ihr erster Ehemann sie in der Hochzeitsnacht mit Syphilis angesteckt hat, ist es vorbei mit Haaren und Gehör. Das hindert sie aber nicht daran, Konzerte zu geben, in denen sie Arien von sich gibt – und das äußerst dürftig. „Gemanagt“ wird sie von ihrem zweiten Ehemann St. Clair Bayfield (schleimig, wie meistens: Hugh Grant), der nun auf der Suche nach einem Pianisten ist, der in der Person von Cosmé McMoon (großartig Big Bang Theory-Nerd Simon Helberg) seine Frau bei ihrem gesanglichen Werken unterstützen soll.

Die Zusammenarbeit gestaltet sich so „gut“, dass Florence Foster Jenkins Schallplatten aufnimmt und sich überlegt, sogar in der Carnegie Hall aufzutreten. Bayfield verfällt in Panik, denn bei einem so großen Publikum lässt sich kaum verhindern, dass jemand Florence verdeutlicht, dass sie gar nicht singen kann … Amüsante Tragikomödie.


Regie: Stephen Frears
Mit: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg
Kinostart: 25.11.2016
Bewertung: 3/5