Mo, 27. September 2010

Ethno-Esoterik meets Kitsch

VOLUME Filmpreview: Eat Pray Love

Ethno-Esoterik meets Kitsch

Kurzinhalt: Verzogene amerikanische Eso-Schlampe ist nie zufrieden und sucht das Glück. Nach zweieinhalb Stunden voller Italienklischees, Räucherstäbchen und Kalenderspruchweisheiten findet sie ihren Traummann, der verdächtig wie der Killer aus No Country For Old Men aussieht, aber leider grade kein Bolzenschussgerät dabeihat. Sinnlos? Ja! Langweilig? Voll! Dieser Film strebt wahrscheinlich den Weltrekord im „während des Films auf die Uhr schauen“ an. Man hört den Patschuli wachsen, während auf Bali mal wieder ein Sack Reis umfällt. Ein Elefant kommt auch mal vorbei, hui, wie süß! Zahnlose Weise, verstörte Ehemänner, Kurpfuscherinnen mit Kräutertinkturen bevölkern die Gegend. Manchmal regnet es. Die innere Einkehr hört gar nicht mehr auf, denn es ist Sendeausfall im Großhirn. Es blubbert der Tee, es taut der Truthahn, der Rotwein atmet ein letztes Mal. Hier wird wirklich jedes Klischee beinhart ausgenutzt. Es gibt übrigens einen Song von Tim Minchin, der heisst: „If You Open Your Mind Too Much Your Brain Will Fall Out.“ Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Doch: Goldene Himbeere in möglichst vielen Kategorien!!!


 

Regie: Ryan Murphy

Darsteller: Julia Roberts, Javier Bardem, Richard Jenkins, James Franco

Produktion: USA 2010

Kinostart: 24. September 2010