Di, 26. Juli 2016

Einmal Wildnis und zurück

VOLUME Filmpreview: Captain Fantastic

Viggo Mortensen zieht als idealistischer Vater seine sechs Kinder fernab der Zivilisation in den Wäldern Nordamerikas auf. Nach dem tragischen Tod seiner Frau begibt sich die etwas freaky Family auf einen Roadtrip, der sie nicht nur mit der Zivilisation, sondern auch mit sich selbst konfrontiert.

Familie Cash ist anders. Statt Weihnachten feiert sie den Noam Chomsky Day, als Geschenke für die Kids gibt’s Jagdmesser, kein Spielzeug und unterrichtet wird zu Hause. Das befindet sich übrigens, völlig abgeschnitten von der „echten“ Welt, tief in den Wäldern Nordamerikas – wo Nike, Playstation und Co Fremdwörter sind und Cola als vergiftetes Wasser gilt. Ben, ein Alt-Hippie mit dem Herz am rechten Fleck, hat mitten in dieser Einöde eine eigene kleine Welt für sich und seine Familie geschaffen. Als seine Frau nach mehreren Monaten im Krankenhaus stirbt, beginnt ein Roadtrip zum Begräbnis, bei dem die konträren Ansichten der Einsiedler- Familie Cash auf die des modernen Amerikas prallen.

„Captain Fantastic“ ist eine bewegende Geschichte mit Liebe zum Detail über Familie, persönliche Werte und Lebenskonzepte. Eine perfekte Mischung aus wunderschöner Traurigkeit und herzerwärmender Komik. Regisseur Matt Ross lädt zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle, die mit einem überzeugenden Cast, allen voran ein großartiger Viggo Mortensen, top besetzt wurde. Eine Dramedy, die man definitiv gesehen haben sollte, vor allem wenn man Filme wie „Wish I Was Here“ mag.


Regie: Matt Ross
Mit: Viggo Mortensen, George MacKay, Samantha Isler
Kinostart: 19.09.2016
Bewertung: 4/5