Do, 23. Februar 2017

Eine Stadt unter Verschluss, eine Polizei unter Verdruss

Volume Filmpreview: Boston

Der Film „Boston“ heißt im Original „Patriots Day“ – und genau das gibt den Ton vor. Kein Vorwurf. Wenn Jungislamisten beim Marathon Bomben zünden, hört sich der Spaß auf.

Inhaltlich wird auf Dokudrama-Art vorgegangen. Man lernt zuerst die Protagonisten, dann die Antagonisten und schließlich die zukünftigen Opfer kennen. Danach das Ereignis, die Abwicklung, die Fahndung und schließlich die Gefangennahme des überlebenden Terroristen. Es könnte ein ganz normaler, etwas langatmiger Polizeifilm sein, wenn nicht ständig das Damoklesschwert der wahren Begebenheit über dem Film hängen würde.

Dass die Produzenten der Wirkung nicht ganz vertrauten, zeigen vor allem die Bilder der echten Figuren am Ende des Films. Weniger wäre mehr gewesen. So bleibt „Boston“ ein netter, aber bald vergessener „Aufarbeitungsthriller“, der für Genrefans durchaus unterhaltsam sein kann.


Regie: Peter Berg
Mit: Mark Wahlberg, J. K. Simmons, John Goodman, Kevin Bacon, Michelle Monaghan
Kinostart: 23.02.2017
Bewertung: 3/5