Di, 21. März 2017

Die Jugend ist an die Jugendlichen verschwendet

Volume Filmpreview: Der Himmel wird warten

Die Geschichte des Islamismus ist eine Geschichte voller Hirnis. Frankreich, heute. „Normale“ Mädels, denen fad ist, die von der großen Liebe träumen, die also – wenn überhaupt – eigentlich in Teenieschnulzen auftreten sollten, werden über Social Media bezirzt, umgarnt, verführt und enden schließlich im mobilen Gefängnis (=Vollverschleierung) mit Sprengstoffgürtel.

Ist es die Liebe oder ist es die Angst um das Seelenheil der Eltern? Kein Schwachsinn ist zu blöd, um aufgetischt zu werden, dafür jedes Mädchen zu naiv/unwissend/dumm, um die islamischen Wahrheiten als das zu durchschauen, was sie sind: Opium des Volkes.

Man beobachtet als Zuschauer die Anwerbungsstrategien, die in Frankreich (aber vermutlich auch anderswo) immer nach ähnlichem Muster erfolgen. Der religiöse Wahn, die Ohnmacht und das Leid der Familien sind zentrale Motive des Films, der es aber irgendwie auch nicht schafft, die unerklärliche Menge an Dummheit, die der Dschihad erfordert, schlüssig zu erklären. Wie sang doch Patrice vor vielen Jahren: Stupidness is no Excuse – cha!


Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
Mit: Noémie Merlant, Naomi Amarger, Sandrine Bonnaire
Kinostart: 24.03.2017
Bewertung: 3/5