Mi, 22. Dezember 2010

Design trifft Tradition: Neueröffnung Optikhaus Binder

Das Familienunternehmen und Traditionshaus Binder erstrahlt in neuem Glanz. Ganz nach dem Motto: Design trifft Tradition wurde am 14. Oktober der Design Showroom im Obergeschoß des Geschäfts in der Wiener Innenstadt eröffnet. Mit funktionalen Stilmöbeln und einem besonderen Lichtdesign wurden die unterschiedlichen Bereiche für Design-, Sport- & optische Brillen, sowie optische Spezialgeräte wie Fernrohre, Feldstecher und Mikroskope optimal in das neue Design integriert und für die Kunden erlebbar gemacht.

Traditionsunternehmen der Zukunft

 
Seit dem Jahr 1882 und der Gründung des Geschäfts durch Johann Binder steht das Optikhaus für Qualität und Kompetenz. Mit der Erzeugung der beliebten Zwicker und damals bereits selbst entwickelter Brillenspangen, legte er den Grundstein des heutigen Optikhaus Binder.
 
Katrin Samhaber-Binder, die mittlerweile 5. Generation und stolze Auftraggeberin des Umbaus in einen Design Showroom, brachte das Optikhaus nun auch optisch in die Zukunft.
„Die richtigen Partner an Bord zu holen, war mit Sicherheit die größte Herausforderung bei diesem Projekt“, so Samhaber-Binder über die gewinnbringende Zusammenarbeit mit Dr. Christian Mikunda, dem Architektenteam „pla.net architects“ Gerhard Abel und Paul Linsbauer, dem Window-Shop Designer Thomas Beckstein und der für den Umbau verantwortlichen Projektleiterin Yen-Dung Mantwill.
 

Optikhaus als Design – Erlebniswelt

 
„Elegante, moderne Präsentationstische verführen dazu, sich anzulehnen und zu entspannen, futuristische Lichtobjekte schweben wie UFOs in dieser Kathedrale des Lichts und des Lifestyle. Ein Wohnzimmer im öffentlichen Raum, ein Ort an dem die Gäste mit Hands-On Geräten spielerisch die Welt der Optik erfassen lernen“, so beschreibt Dr. Christian Mikunda die Design-Brillenlounge. Als Vordenker der Erlebniswirtschaft und Begründer der Strategischen Dramaturgie weiß Mikunda wovon er spricht. Er berät die Automobilindustrie, Handelskonzerne, Fernsehanstalten, Museen und Weltausstellungen, entwickelt Brandlands und Shopping Malls und er findet den „roten Faden“ für Städte und Kommunen. Zuletzt war Mikunda gemeinsam mit Jürgen Hassler für das Mall Design des Stadioncenters in Wien verantwortlich.
 

Design braucht Herausforderungen

 
„Neugier und das Interesse, Gegebenes in Frage zu stellen, andere Blickwinkel zu entdecken und nach neuen Lösungsansätzen zu suchen, zeichnen unseren Arbeitsstil aus“, erzählt der Architekt Gerhard Abel. „Ausgangspunkt für das Design bleibt aber immer der Mensch mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Träumen. Dies haben wir beim Konzept für den Umbau des Optikhauses Binder als Herausforderung gesehen und durch Gestaltungsprinzipien aus der Welt der Optik in das Raumdesign integriert“, ergänzt Linsbauer. Durch 3D Computermodelle und spezielle Fräseroboter bei der Gestaltung der Möbel wurde auf hoch moderne Planung und Durchführung gesetzt. Aber nicht nur optisch strahlt der Showroom in neuem Glanz, auch praktische Elemente wie Präsentationsflächen und ausreichend zusätzlicher Stauraum wurden in das Konzept stilvoll integriert.
 
 

Die Welt der Optik neu erleben

 
Das Optikhaus Binder setzt mit dem Umbau einen Schritt in eine neue Richtung „Optik erleben und entdecken“. Dieser Fokus soll auch in Zukunft verstärkt umgesetzt werden – unter anderem mit weiteren interaktiven Stationen. Bereits jetzt hat man als Kunde die Möglichkeit das umfangreiche Feldstechersortiment „live“ vor Ort zu testen oder Sportbrillen vor einem Windkanal mit realen Rahmenbedingungen zu prüfen.
 
Die bedeutendsten Gestaltungselemente der Optik wurden in das Raumdesign integriert:
Das menschliche Auge, organische Formen, unsichtbare Befestigungen, Dynamik, elliptische Formen als Analogie zum menschlichen Auge und zum Brillenglas, Präzision in der Fertigung, Leichtigkeit sowie ein edles, hochwertiges Erscheinungsbild. Die Umsetzung ihrer funktionalen Vorgaben war Katrin Samhaber-Binder sehr wichtig. „Direkter face to face Kundenkontakt, Platz für Beratungsgespräche mit loungeartigem Flair, Einblicke in die Werkstatt und ein einheitliches Design für alle Bereich waren für mich wesentliche Bedingungen“, sagt Samhaber-Binder weiters.
 
Und so sehen dies auch die gängigen Designmarken – Tod’s, Hogan, Chanel, Prada, Montblanc, Fendi, Oakley, Nike, Ray Ban,  Adidas, Emilio Pucci, Michael Kors u.v.m. zählen zum breit gefächerten Markensortiment des Optikhauses Binder.
 
 
 

 

Über das Optikhaus Binder:

 
Der Gründer der Optikerdynastie, Johann Binder, eröffnete 1882 das Geschäft und wurde als Vater der modernen Metallbrille bekannt. 1898 wurde ihm das kaiserlich Privileg, das einem heutigen Patent entspricht, zur Herstellung von Brillenspangen erteilt. Nach seinem entwickelten Verfahren werden noch heute Millionen von Brillenbügel erzeugt.
 
Seinem Sohn, Johann Binder jun., gelang eine wesentliche Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Sehhilfen, die erst heute durch das Plastikglas ersetzt werden konnte. Ab 1931 stellte er optisch geschliffene Sicherheitsgläser, die sog. Lumina, her. Dieses splittersichere Korrektionsglas wurde speziell für Kinder, Arbeiter und Sportler gefertigt.
 
Dr. Kurt Binder, sein Sohn, erlernte ebenfalls das Optikerhandwerk und promovierte nach dem Krieg als Augenarzt an der Universität Wien. Er gilt als einer der Wiener Pioniere auf dem Sektor der Kontaktlinsenoptik.
 
1971 übernahm Gerhard Binder das Geschäft. Er vergrösserte, modernisierte und rationalisierte den Betrieb. Das Geschäft wurde mit einem Kontaktlinsen-Institut erweitert, in dem individuelle Kontaktlinsen hergestellt wurden. Das Sortiment wurde durch astronomische Fernrohre, Feldstecher und Mikroskope vergrössert und bietet seither das größte Sortiment an optischen Geräten in Wien.
 
2006 wurde das Geschäft von Katrin Samhaber-Binder übernommen. 2010 wurde es im Zuge des Umbaus um weitere Verkaufsräumlichkeiten vergrössert.
 


 
Adresse Optikhaus Binder:
 
OPTIKHAUS BINDER
Katrin Samhaber-Binder e.U.
Schottengasse 2
1010 Wien

www.optikhaus-binder.at