Di, 15. Mai 2018

Culture Clash

Volume Filmpreview: Halaleluja

Raghdan ist ein lustiger Surferdude aus England, hat eine Freundin und macht gern Party. Er ist aber auch muslimisch-indischer Herkunft und sitzt damit oft zwischen den Stühlen. Für die Engländer ist er ein Pakistani, für die Pakistanis ein Inder und für die Inder ein Moslem. Das kann schon mal für Verwirrung sorgen.

Deshalb ist Raghdan auch nach Irland ausgewandert. Hier fühlt er sich wohl und feiert seinen 21. Geburtstag, doch scheinbar will ihn seine Freundin für einen Deutschen verlassen. Als Draufgabe kommt auch noch sein strenger Vater aus England angereist, um dem Sohnemann die Waden viere zu richten. Alles in allem keine Idealsituation für Raghdan. Da beschließt der Vater, der ein harter Geschäftsmann ist, auch gleich noch, einen eben Pleite gegangenen Betrieb als Halal-Fleischfabrik wiederzueröffnen, in der Raghdan arbeiten soll. Und als wäre das noch nicht genug, ist der Manager des Schlachthauses der Vater seiner Nochfreundin. Verwicklungen über Verwicklungen.

Die europäische Koproduktion will viel und schafft leider nur wenig. Die meisten Situationen wirken etwas gekünstelt, die Pointen sitzen selten und wenn, dann eher zufällig. Ständig merkt man, dass die Geschichte absichtlich auf kleiner Flamme gehalten wird, um ja nicht die richtigen Fragen zu stellen. Unangenehme Antworten gibt es da klarerweise auch nicht. Gut gemeint ist halt immer wieder das Gegenteil von gut. Dieser Film macht hier leider keine Ausnahme.


Regie: Conor McDermottroe
Mit: Sarah Bolger, Colm Meaney
Kinostart: 29.06.2018
Bewertung:
2/5

— Thomas Varkonyi