Mo, 2. November 2015

Bond ist zwar blond, aber fürs demolieren reicht‘s…

VOLUME Filmpreview: James Bond: Spectre

Irgendwas ist immer los. Das gilt für James Bond im besonderen Ausmaß. Als wir dachten, dass wir ihn endlich kennen würden, alle Geheimnisse bekannt, alle Kindheitstraumata aufgearbeitet wären (siehe das Vorgängermodell Skyfall), kommt ein Alpenfratz namens Franz Oberhauser.

Und anstatt dass der Rennleiter in Kitzbühel wird, oder irgendwas Ähnliches („Iss was g’scheit’s“-Werbung wäre auch noch entsprechend), will dieser Franz Oberhauser (sockenlos dargestellt von Christoph Waltz) blöderweise die Weltherrschaft an sich reißen. Und James Bond quälen. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. James Bond (wie immer mit dem Daniel Craig’schen Charme eines rumänischen Fliesenlegers ausgestattet) kann das nicht ab, daher müssen wieder ein paar Orte auf dem Planeten verwüstet werden.

Das wollen wir Zuschauer auch gerne sehen, denn in jedem Mann steckt auch ein Kind. Und in so mancher Frau steckt – zumindest in ihrer Fantasie – Daniel Craigs bestes Stück. Wir verraten an dieser Stelle exklusiv, dass sein bestes Stück, entgegen anderweitiger Gerüchte, nicht Walther PPK heißt. In schönen Retro-Bildern mit schönen Retro-Farben nimmt uns Regisseur Sam Mendes auf eine actiongeladene Reise durch Filmzitate und Explosionen mit, bei der die größte Sensation zu sein scheint, dass Monica Bellucci mit 50 das älteste Bond-Girl aller Zeiten ist. Unterhaltsam ist das natürlich allemal.


Regie: Sam Mendes
Mit: Daniel Craig, Christoph Waltz, Ralph Fiennes, Lea Seydoux, Monica Bellucci
Kinostart: 06.11.2015
Bewertung: 3/5

— Thomas Varkonyi