Mi, 9. November 2016

Adoptivkind ist süß, solange es wach bleibt

Volume Filmpreview: Before I Wake

Ein einigermaßen sympathisches Ehepaar adoptiert einen Jungen, weil der eigene Sohn in der Badewanne ertrunken ist und sie diese Erfahrung dringend verarbeiten und überwinden wollen.

Das Kind ist sehr artig. Es interessiert sich außerordentlich für Schmetterlinge. Leider ist es auch ziemlich schlaflos. Das hat den Grund, dass wenn es schläft, ein böses Monster kommt. Die Adoptiveltern denken sich das Übliche: Kinderkram. Zunächst läuft es noch okay, dann erscheinen eindeutig unechte Schmetterlinge.

So weit, so „schön“. Aber zu dem Zeitpunkt, als auch der verstorbene Sohn auftaucht, sollte man eigentlich Fachpersonal hinzuziehen – etwa Parapsychologen, Exorzisten oder Geisterjäger. Aber nein, man versucht, die Ereignisse zu verstärken, weil ja zwei Kinder besser sind als eines. Der visuell recht eindrucksvolle Horror-Psychotrip von Mike Flanagan, der auch das Drehbuch geschrieben hat, leidet in erster Linie an der extremen Vorhersehbarkeit. Für Genre-Fans ist das aber eh okay.


Regie: Mike Flanagan
Mit: Kate Bosworth, Thomas Jane, Jacob Tremblay, Annabeth Gish, Dash Mihok
Kinostart: 10.11.2016
Bewertung: 2/5