Das erste Festival - Tipps für Einsteiger*innen
Keine Sorge... das wird schon
Irgendwann ist es soweit: Das erste Festival steht vor der Tür. Das Ticket liegt schon ewig daheim, die Vorfreude wird jeden Tag größer und gefühlt läuft die Playlist seit Wochen auf Dauerschleife. Gleichzeitig schwirren einem aber tausend Fragen durch den Kopf. Was muss ich mitnehmen? Wie läuft das dort eigentlich ab? Und was, wenn ich irgendwas falsch mache?
Wir waren mittlerweile auf unzähligen Festivals unterwegs und können dir eines versprechen: Fast jeder war beim ersten Mal nervös. Und fast jeder hat irgendetwas vergessen. Das gehört irgendwie einfach dazu.
Hier geht’s übrigens zu unserer Packliste!

Es muss nicht alles perfekt sein
Wenn wir eines über Festivals gelernt haben, dann das:
„Die besten Momente passieren meistens dann, wenn sie nicht geplant waren.“
Du kannst dir natürlich einen perfekten Timetable zusammenstellen und jede Minute durchplanen. Wahrscheinlich wirst du ihn nach zwei Stunden sowieso wieder über den Haufen werfen.
Vielleicht bleibst du zufällig bei einer Band stehen, die du vorher noch nie gehört hast. Vielleicht lernst du am Campingplatz Leute kennen, mit denen du bis in der Früh zusammensitzt. Genau diese Momente machen ein Festival aus.

Zieh einfach bequeme Schuhe an
Klingt langweilig. Ist aber wahrscheinlich einer der besten Tipps überhaupt.
Du bist den ganzen Tag unterwegs. Vom Campingplatz zum Gelände, von Bühne zu Bühne und irgendwann wieder zurück ins Zelt.
Spätestens am zweiten Tag wirst du froh sein, wenn deine Schuhe bequem sind.

Trink genug
Ja, wir wissen. Das klingt jetzt wie eine langweilige Ansage. Aber glaub uns.
Zwischen Sonne, Konzerten und stundenlangem Herumgehen vergisst man erstaunlich schnell aufs Trinken. Und genau dann wird aus einem richtig guten Festivaltag plötzlich ein ziemlich mühsamer.
Also gönn dir zwischendurch immer wieder Wasser. Dein zukünftiges Ich wird sich bedanken.

Der Campingplatz ist fast schon ein eigenes Festival
Falls du campst, wirst du ziemlich schnell merken, dass dort mindestens genauso viel passiert wie vor den Bühnen.
Dort wird gemeinsam gekocht, Musik gehört, gelacht und manchmal entstehen genau dort die Geschichten, über die man Jahre später noch redet.
Also geh ruhig einmal auf deine Zeltnachbar*innen zu. Festivals verbinden Menschen oft schneller als alles andere.

Steck das Handy auch einmal weg
Natürlich machen wir alle gerne Fotos. Und ganz ehrlich, ein paar Erinnerungen müssen einfach sein.
Aber versuch nicht, jedes einzelne Lied durch dein Display anzuschauen. Mach dein Foto, steck das Handy wieder ein und genieß den Moment.
Manche Erinnerungen bleiben ganz ohne Kamera am längsten im Kopf.
Keine Panik, wenn etwas schiefgeht
Du hast dein Ladekabel vergessen?
Passiert.
Die Luftmatratze verliert Luft?
Passiert.
Es regnet genau dann, wenn du dein Zelt aufbauen willst?
Passiert wahrscheinlich auch.
Festivals laufen selten nach Plan. Und genau deshalb sind sie oft so lustig.
Aja: Stell dein Zelt lieber nicht direkt neben die Toiletten. Anfangs wirkt der kurze Weg praktisch, spätestens am zweiten Tag wirst du froh sein, ein paar Meter weiter weg zu schlafen.

Hab einfach eine gute Zeit
Am Ende geht’s gar nicht darum, möglichst viele Bands gesehen zu haben oder das perfekte Wochenende hinzulegen.
Es geht darum, mit deinen Lieblingsmenschen unterwegs zu sein. Neue Musik zu entdecken. Neue Leute kennenzulernen. Zu lachen. Zu tanzen. Und irgendwann mit komplett kaputten Beinen, aber einem riesigen Grinser nach Hause zu fahren.
Genau deshalb lieben wir Festivals.

VOLUME meint:
Mach dir vor deinem ersten Festival nicht zu viele Gedanken!
Du wirst wahrscheinlich irgendetwas vergessen. Du wirst dich vielleicht einmal verlaufen. Vielleicht regnets. Vielleicht scheint drei Tage lang die Sonne.
Völlig egal.
Lass dich einfach auf das Wochenende ein.
Denn genau die ungeplanten Momente sind meistens die, an die man sich Jahre später noch erinnert.