Fr, 6. Dezember 2013

Under the Black Flag

Game Rezension: Assasins Creed 4: Black Flag

Wer hatte nach AC3 noch Lust weiterzuspielen? Lust auf mehr? Die meisten haben es nicht einmal durchgespielt, geschweige denn die DLCs ausprobiert. Die Faszination von Assassins Creed schien vorüber.

   
  
Mit einem Setting welches zuletzt vor 20 jahren ein erfolgreiches Spiel rausgebracht hat, wagt sich Ubisoft an einen Neustart. Einem gelungenen Neustart, denn AC4 macht so ziemlich alles richtig. Gespielt wird der äußerst sympatische Edward Kenway, der nur durch Zufall zum Assassinen wird. Die Templer besiegen? Nein, Edward läuft nur dem Geld nach und seiner eigenen Agenda. Er baut sich seine eigene Flotte und macht damit die Meere unsicher. Doch als er hört die Templer wären hinter einem sagenhaften Schatz her, macht auch Edward ihnen das Leben schwer und kommt ihnen jedes mal in die Quere.
Hatte der Vorgänger noch hervorgehoben, dass die Steuerung von Grund auf neu entwickelt wurde, wurde hier nichts davon erwähnt, trotzdem fühlt sie sich so genau und responsive wie nie zuvor an. Auch die Steuerung des Schiffs wurde deutlich verbessert und Seeschlachten machen nun endlich Spaß.
Allein durch das Setting wirkt die Grafik wesentlich besser, freundlicher und farbenfroher. Jedoch merkt man schnell dass die alte Generation hier an ihre Grenzen kommt und dass das Spiel noch nicht für die neue Generation optimiert wurde.
Der Sound fällt kaum auf bis auf die herrlich authentischen Sea Shanties, die Edwards Crew singt während man das Schiff steuert. Von “What shall we do with the drunken sailor” bis zum “Derby Ram” ist hier alles vertreten, jedoch müssen sie erst im Spiel gefunden werden sonst kann die Crew nur 3-4 Lieder.
Für Fans von Wirtschaftssimulationen hat Ubisoft diesmal wieder etwas eingebaut, denn die Flotte kann Aufträge erfüllen, Handeln und Routen sichern. Damit man hier jedoch erfolgreich ist, muss man größere Schiffe kapern, was man erst durch Aufrüsten des eigenen Schiffes bewerkstelligen kann.
Assassins Creed 4 ist voll mit sozialem Gameplay. Freunde beschleunigen die eigenen Schiffe in der Wirtschaftssimulation, gefundene Wale oder Schatzkisten werden für kurze Zeit bei Freunden angezeigt und können von diesen ebenfalls ergattert werden und Ranglisten sind auch vorhanden. Was in den meisten Spielen störend ist, weil man hineingezwungen wird, fördert hier das Entdeckererlebnis und wirkt nie aufdringlich oder so als müsste man es tun, um im Spiel voran zukommen.
Auch die Companion App für Smartphones und Tablets kann sich sehen lassen. Sie zeigt den aktuellen Ort des Spielers an, mit jeglichen Feinden und Schätzen im Umkreis, hat die komplette Wirtschaftssimulation inkludiert, kann Schatzkarten anzeigen und dient auch als Handbuch.
Assassins Creed 4 Black Flag schafft es das Entdeckerfeeling so nah wie kein anderes Spiel näher zu bringen. Das ganze Spiel lang fühlt man sich als Pirat und will ständig erforschen was auf der nächsten Insel zu finden ist.

  


ENTWICKLER: Ubisoft Montreal
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Action-Adventure
PLATTFORM: Wii U, Playstation 3, Xbox 360, Playstation 4, Xbox One