Mi, 4. Februar 2015

Techno - aber richtig!

Hardware Review: Headset Astro A40

Das richtige Gaming Headset zu finden, ist oftmals gar nicht so einfach. Stereo, 5.1 oder gar 7.1 Sound? Setzt man auf den ausgewogenen Klang eines ’non‘ Gaming Kopfhörers mit externem Mikro oder doch auf eine bequeme All-In-One Lösung? Astro hat auf jeden Fall ein fettes High-End Headset am Start, welches wir euch ein bisschen näher bringen möchten.

Ergonomie und Verarbeitung
Der erste Eindruck stimmt, die Verpackung ist schön sortiert, alles an seinem Platz und sehr leicht erreichbar (ohne lästiges Aufschneiden, eingeschweißtes Plastik und andere Dinge mit denen man sich nicht beschäftigen möchte).
Der Kopfhörer besteht zwar größtenteils aus Plastik, wirkt aber sehr wertig und stabil. Bügel und Ohrmuscheln werden durch ein kleines Metallrohr verbunden. An ihm lässt sich auch die Höhe verstellen. Die Komponenten sind ausreichend gepolstert und sorgen für ein sehr bequemes Hörvergnügen. Selbst mit einer Brille sitzt das A40 durch die großzügige Polsterung auch für längere Sessions, ohne dabei einschneidend oder zu eng zu wirken. Das Mikrofon lässt sich bei Nichtverwendung natürlich abnehmen.

Der Kabelsalat
Das Astro A40 kommt im Gegensatz zum A50 leider nicht ganz ohne Kabel am Kopfhörer aus:
Das 3,5mm AUX Kabel geht vom Kopfhörer in die Mixamp. Die Mixamp wiederum ist mit einem Micro-USB Kabel  an der Konsole verbunden und nimmt dort einen USB-Slot ein. Der TOSLINK-Stecker wird auch nochmal zwischen Mixamp und Spielekonsole gesteckt. Im mitgelieferten Quick Start Guide gibt es dann noch eine kleine Anleitung, wo alles rein muss und vor allem welche Einstellungen bei den Konsolen bzw. dem PC noch getroffen werden sollten.

Der Sound
Der Sound ist natürlich das A und O eines teuren Gaming-Headsets. Getestet wurde hauptsächlich im 7.1-Modus mit aktiviertem Digital Out und Bitstream (Dolby) auf der Playstation 4.
Der erste Eindruck: Mein lieber Scholli, hier geht was! Verglichen mit meinem erheblich günstigeren Triton Kunai, wusste ich im ersten Moment gar nicht wie mir geschieht. Gerade bei Battlefield 4 und Metro 2033 war es wirklich toll mitten ins Geschehen einzutauchen. Die Ortung der Gegner und der Projektile funktionieren wirklich super und jede Explosion ist ein wahres Fest für die Ohren. Etwas enttäuschend hingegen wirkten DriveClub und The Crew, hier hatte ich mir einfach etwas mehr erwartet. Die Motoren klangen immer etwas schwachbrüstig und das Gefühl von echtem Surround-Sound kam bei beiden Spielen nie auf.
Allgemein lässt sich sagen, Höhen und Tiefen klingen hervorragend. Auch die Sprachqualität lässt nicht viel zu wünschen übrig. Wie bei vielen anderen Gaming-Headsets auch, fehlt es aber an den ausgewogenen Mitten. Vielleicht lassen sich hier mit dem integrierten Equalizer noch etwas bessere Ergebnisse erzielen. Beim Musikhören tritt natürlich das gleiche Problem in Erscheinung – der Klang bekommt einfach nicht genug Raum und klingt verglichen mit günstigeren On-Ear Kopfhörern einfach etwas undifferenziert.

Die  Mixamp
Die hauseigene Mixamp hat gleich mehrere Funktionen: Einerseits fungiert sie als kleine Kontrollstation, wo sich Lautstärke und Balance von Spiel und Sprache einstellen lassen. Desweiteren kann man über den Dolby Knopf vom räumlichen 7.1-Sound auf Stereo umschalten. Über den Equalizer lassen sich einige voreingestellte Sound-Presets anwählen. Die Mixamp ist sozusagen dein Verstärker inkl. externer Soundkarte, die dafür sorgt, dass du ordentlich was auf die Ohren bekommst.  Das gute Stück lässt sich übrigens auch separat erwerben und in Kombination mit anderen Kopfhörern  verwenden.
Fazit
Das Astro A40 zählt sicherlich nicht zu den günstigsten Gaming-Headsets. Der Preis von € 249,90 ist nach wie vor der größte Knackpunkt. Gelegenheits- und Casual-Spielern würde ich vom Kauf eher abraten. Ambitionierte Zocker finden hier allerdings eine wirklich potente und bequeme All-In-One Lösung, die gerade mit der Mixamp wirklich viel Potential und Spielspaß mitbringt.