Mi, 2. September 2015

Super Mario Maker

30 Jahre ist es her das Super Mario das Licht der Welt erblickte. Dies muss gebührend gefeiert werden. Wie? Natürlich mit einem eigenen Spiel.

Einem längst überfälligem Spiel, denn schon als Super Mario Maker angekündigt wurde, dachten sich wohl die meisten Mariofans “Warum erst jetzt?”.

In der Tat ein Editor wäre schon zu NES Zeiten möglich gewesen, doch Nintendo wollte ein globales Spiel, denn die Kreativität der Anderen dürfte unterhaltsamer als die Eigene sein.

Schon beim Startbildschirm konzentriert sich das Spiel auf das Wesentliche: “Bauen” und “Spielen”.

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Eingeschränkte Kreativität
Bei “Bauen” kann der Spieler gleich das zufällig geladene Level bearbeiten oder von Grund auf ein neues Level anfangen. Zur Verfügung stehen ihm dafür insgesamt 5 Reihen mit je 12 Bausteinen die sich je nach Spiel anpassen. So wird aus der Feder, welche einem in Super Mario World zur Verfügung steht ein Fragezeichen-Pilz, welcher ein Kostüm (Link, Peach, Kirby,…) beherbergen kann. Doch die insgesamt 60 Bausteine werden nur langsam freigeschaltet und so muss sich der Spieler am Anfang lediglich mit 12 zufrieden geben. Wer jedoch mindestens 5 Minuten an einem Level bastelt, der schaltet für den nächsten Tag neue Bausteine frei. 9 Tage benötigt man um alle Bausteine freizuschalten.

Wer zufrieden ist mit seinen Kreationen, der kann sie hinaufladen und sie von anderen Spielern bewerten lassen. Dafür muss man das eigene Level zunächst mal selber schaffen, somit wird gewährleistet, dass alle Levels lösbar sind.  Der Spieler wird hier konstant über positive Wertungen, Kommentare und Versuche informiert.

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Grafik, die das Gameplay ändert
Wer schon mal Super Mario gespielt hat, weiss das sich Mario in verschiedenen Levels anders verhält. Ein Mario in einer normalen Welt bewegt sich anders, als in der unbeliebten Unterwasser-Welt. Aber auch das gewählte Spiel ändert die Physik des kleinen Klempners. Gewählt werden kann hier zwischen Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World und Super Mario Bros. U. Wird Mario die Wall-Jump Fähigkeit in Super Mario Bros. verwehrt kann er sie Spiel-getreu in den anderen Teilen benutzen. Aber auch so steuert sich Mario in jedem Teil ein bisschen anders. Am meisten fällt hier auf, dass Mario in Super Mario World und Super Mario Bros. U. höher springen kann.

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Gemeinsames Brainstorming
Bei “Spielen” kann sich der Spieler an Levels von Entwicklern probieren die zeigen sollen was alles möglich ist. Hier findet man übergroße Bowser, seltsame Disco Effekte, Münzen-schießende Kanonen und Levels an denen sich die Besten der Welt die Zähne ausbissen.

Berieseln kann man sich jedoch auch mit Levels von Spielern aus aller Welt. 16 aneinander folgende Levels im Schwierigkeitsgrad Leicht oder Normal müssen hier mit 100 Leben bewältigt werden.

Wem ein Level besonders gut gefällt, der kann es in seiner Bibliothek speichern und nach Lust und Laune selbst editieren.
Eine brauchbare Suchfunktion um der großen Flut an Levels Herr zu werden liefert Super Mario Maker auch. Hier kann nach Beliebtheit, Sternen, User, Schwierigkeitsgrad und Region gefiltert werden

Fazit

Ein würdiges Spiel um Mario zu feiern mit abgefahrenen Kombinationsmöglichkeiten und kreativen Levels, von denen sich die Entwickler etwas abschauen können. Einziges Manko ist das langsame Freischalten der Bausteine.

— Konrad Salomon
Bewertung

Urteil + leicht verständlicher Editor + vielseitige Kombinationsmöglichkeiten + nur schaffbare Levels online verfügbar - Ladezeiten zwischen Versuchen von Levels - nicht alles von Anfang an verfügbar
Alles in Allem Awesome