Schnitt um Schnitt zum Ruhm
Onimusha: Way Of The Sword im Test
Bereit die Schwerter zu Schwingen, Samurai? Die Onimusha-Serie feiert ihr fulminantes Comeback nach über 20 Jahren ist es also wieder an der Zeit, sich im alten Kyoto ins dämonische Getümmel zu schmeißen und das Schwert sprechen zu lassen. Wir haben Way Of The Sworf für euch getestet.
Der Test beginnt mit dem Fakt, dass ich Soulslike-Spiele nicht spiele. Das liegt daran, dass der Schwierigkeitsgrad meine Geduld übersteigt und ich einfach nicht für ultraharte Games gemacht bin. Punkt. Doch Onimusha hat bereits vorab mein Interesse geweckt, denn Capcom macht bei dieser IP eigentlich nichts falsch. Somit hab ich mich auf der Nintendo Switch 2 ins blutige Gemetzel geworfen und den Weg der Samurai begonnen.

YOLO?!
Miyamoto Musashi ist ein wahrer Samurai. Das stimmt auf mehreren Ebenen. Zum einen ist er professioneller Schwertkämpfer und ehrenhafter Killer, zum anderen wurde die Figur eines echten Samurai abgebildet. Doch als Musashi gegen die Dämonen-Gruppe Genma antreten muss, segnet er unabsichtlich das Zeitliche. Schnell muss das Schicksal aber entscheiden, dass seine Zeit noch nicht gekommen ist und die Götter schicken ihn mit einem Oni-Handschuh zurück auf die Erde. Der Handschuh ist magisch und hilft Musashi dabei die Genma zu besiegen und kann Seelen aufsaugen, um seinen Träger stärker zu machen.
Zur Story selbst bleibt nicht mehr zu sagen. Getragen wird diese aber durch die starken Charaktere die ihr am Weg durch Kyoto trefft. Jede der Personen haben ihre eigene Hintergrundgeschichte und Beweggründe, warum sie in Kyoto sind und die Hilfe von Musashi benötigen. Nebenquests werden beispielsweise durch eine Geschichten-Erzählerin erarbeitet, die die Stories von Bürgern erzählen möchte und ihr diese überbringt.
Das Voice Acting ist auf English als auch im Originalen auf Japanisch sehr stark und bringt die Emotionen der Charaktere voll auf den Punkt, dass man wirklich für sie kämpfen möchte.

Fight for your Right
Apropos Kämpfe. Hier kommt wieder der Soulslike-Part zum Tragen. Ich bin bei „Action-Adventure“ sehr vorsichtig geworden, weil es ja schnell in die harte Abteilung abdriften kann. Onimusha: Way Of The Sword hält dabei wirklich sein Word. Denn das Kampfsystem ist zwar komplex, behält aber dabei immer den User im Vordergrund. So kann Musashi Angriffe blocken, kontern, reflexartige Gegenangriffe starten und das per Knopfdruck. Es muss nur zur rechten Zeit gedrückt werden! Die kniffligsten Aktionen dabei sind die Issen, bei denen ihr genau zur richtigen Millisekunde blocken und ausweichen müsst, damit ihr einen gekonnten Schnitt durch den Gegner macht und mit kurzer Hand in zwei Stücke schneidet und via One-Hit ins Jenseits schickt.
Die Welt rund um Kyoto ist atmosphärisch wirklich schön und gut gebaut. Dank der vielen Quests und Figuren die sich in eurem HUB herumtreiben, lernt ihr immer mehr von der Umgebung kennen und man bemerkt wie wundervoll diese neue Welt von Onimusha sein kann. Leider wiederholen sich die Aufgaben der Nebenquests von Zeit und Zeit und man verbringt viel Zeit mit fetch-Aufgaben, was zumindest die Neben-Aufgaben auf Dauer eintönig wirken lässt.

Fazit
Onimusha: Way Of The Sword ist ein grandioses Action-Adventure, das sich mit Federn eines Soulslike schmückt. Der Schwierigkeitsgrad wird durch gute Geschichten und spannende Charaktere ersetzt, die es wirklich wert sind erforscht zu werden. Sowohl das intuitive Kampfsystem als auch die diversen Kampfstile lassen viel Spielraum für cineastische Duelle und auch die Bosse sind zwar fordernd aber niemals langweilig. Wer mit leeren Nebenquests kein Problem hat, der wird wirklich jede kleinste Ecke von Musashis Leben entdecken und viel Spaß mit Capcoms großartigem Streich haben. So muss Samurai-Action!
— David B.
Das Gute
+ Story
+ Kampfmechaniken
+ Bosskämpfe
+ Voice-Acting
Das Schlechte
- sinnloses Item-Farming
- darf gerne länger sein!