Mo, 21. September 2020
We built this City on Rock and Roll

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No Straight Roads Review

Ihr wollt dem Rock and Roll zurück an die Spitze verhelfen? Dann gründet gemeinsam mit Mayday und Zuke eine Rockband und bereitet dem EDM-Imperium von No Straight Roads ein musikalisches Ende. Mit Rhythmus und Aktion kämpft ihr um eure Fans und wisst welche Fahne am Schluss im Winde weht.

In No Straight Roads übernehmen wir die Kontrolle über Mayday, eine begnadete Gitarristin und Zuke, der schon seit Kindertagen das Schlagzeug beherrscht wie kein Zweiter, die gemeinsam die Band Bunk Bed Junction gründen und in den Krieg gegen das EDM-Imperium No Straight Roads, kurz NSR, das sich in ihrer Stadt breit gemacht hat, vorgehen wollen. Dabei können wir fortan alleine oder auch im Koop die beiden Musiker über die Bildschirme steuern.

Willkommen in Vinyl City

No Straight Roads spielt sich dabei wie ein klassischer 3D-Aktion Titel. Wir laufen und springen durch die einzelnen Stages und hauen dabei ordentlich auf die Controller um feindlichen Attacken, die im Beat der Musik durchgeführt werden, auszuweichen und dabei selbst einen Treffer zu erzielen. Am Ende jeder Stage erwartet uns ein Künstler des NSR Imperiums, den wir in einem epischen, musikalischen Bossbattle auf die Bretter schicken und somit in der Rangordnung der Künstler nach oben klettern.

Zwar handelt es sich bei No Straight Roads um ein rhythmisches Spiel, allerdings beschränken sich die taktischen Elemente dabei auf die Angriffe der Feinde. Der Soundtrack der einzelnen Stages und Bossfights, immer eine Mischung aus EDM und Rock, hilft uns dabei die Angriffe vorherzusehen und rechtzeitig auszuweichen. Eine Besonderheit sind lila gefärbte Angriffe, die wir kontern und auf den jeweiligen Angreifer zurückschleudern können.

Rock On

Vor allem die Inszenierung der Bosskämpfe, wie auch die Kreativität, haben es uns besonders angetan. Jeder einzelne behandelt hierbei ein musikalisches Genre, wenn auch in EDM gehalten. Die Kämpfe selbst gehen über mehrere Runden in denen wir herausfinden müssen, wie wir den Boss attackieren können. Meistens bezieht sich das jedoch auf das Ausweichen von Angriffen und Attackieren zu rechten Zeit.

Leider hat NSR beim Rest des Spieles weniger Ausgezeichnetes zu bieten. Sind die Ansätze zwar gut und vorhanden, so mangelt es oft an der Durchführung. Sammelobjekte sind lieblos verstreut, ein Upgrade System zwar vorhanden, aber nebensächlich, und die Steuerung durch die einzelnen Bezirke wirkt auch eher klobig als fein.

Insgesamt bietet man uns mit insgesamt 7 Stages eine Spielzeit von etwa 5h, je nach Können des Spielers.

Fazit

No Straight Roads ist ein witziger Indie-Titel für zwischendurch. Allerdings braucht man sich von diesem keine bahnbrechende Revolution im Zuge von Gameplay oder Rhythmusgame erwarten. Zeitweise unterbrechen auch noch kleinere Bugs das Spielvergnügen. Auch die Spielzeit mit 5h ist eher kurz angesetzt. Trotzdem finden wir für einen Indie-Titel die Kombo aus Mayday und Zuke und ihre gemeinsame Storyline einen Blick wert.

— Fabian Padrta

7

Das Gute

+ schräge Storyline

+ Indie Game

Das Schlechte

- Kurze Spielzeit

- Durchschnittliches Gameplay

Shortcut No Straight Roads
Release 25. Aug 2020
Studio Metronomik
Publisher Sold Out Ltd.
Alles in Allem Great