Mo, 17. Aug 2020
There is a new Ghost in Town

There is a new Ghost in Town

Ghost of Tsushima Review

Ja was hat sich denn da im Hause Suckerpunch getan? Nach ihrem Erfolg mit Superhelden-Action Titeln versuchen sie sich dieses Mal an einem anderen Setting. In Japan zu Zeiten der Mongoleninvasion übernehmen wir die Kontrolle über einen Samurai, der auf seiner Mission die Insel Tsushima zu retten immer wieder an seinen Entscheidungen zweifelt. Dazu kommen eine riesige Open-World und zahlreiche Mongolen, die vertrieben werden müssen. Lasst die Aktion beginnen.

Suckerpunch konnte ja bereits unsere Herzen mit Titeln wie Sly Racoon, dem diebischen Waschbären und Infamous, ihrer Superheldenreihe, punkten und beweisen, dass sie auch Variationen an Gameplay beherrschen.  Nun starten sie mit Ghost of Tsushima eine Reise nach Japan und tauschen Superheldenkräfte gegen Katana und Stealth Manöver.

Als Samurai der Insel Tsushima erleben wir mit wie unsere Insel von den Mongolen eingenommen wird und unser Onkel, Fürst einiger Ländereien, in Gefangenschaft genommen wird. Kein Wunder das dies unsere Ehre beschmutzt und wir uns quasi gezwungen sehen den vorherrschenden Bedingungen Einhalt zu gebieten. Also machen wir uns gemeinsam mit unserem Pferd, das wir zur Fortbewegung für längere Strecken nutzen, auf die Insel Tsushima zu retten.

Die Insel Tsushima

Tsushima sieht nicht nur wunderschön aus, sondern wirkt auch lebendig. Immer wieder sehen wir Tiere, Menschen oder wie sich der Wind durch die Blätter bewegt. Die Insel ist insgesamt in drei große Gebiete unterteilt, die wir im Zuge der Geschichte bereisen und anschließend auch per Schnellreisefunktion besuchen können. Dabei sind die Ladezeiten verhältnismäßig zu anderen vergleichbaren Titeln extrem kurz. Jedes dieser Gebiete beinhaltet Storymissionen, zahlreiche Nebenmissionen, Herausforderungen und Sammelobjekte. Zusätzlich verrät uns ein Zähler in der Ecke der Map, wie viele Teilbereiche noch unter der Kontrolle von Mongolen stehen und somit befreit werden können.

Durch Abschluss von Storymissionen, wie auch Nebenquests erreichen wir weitere Teile von Tsushima oder schalten Ausrüstungen für unsere weitere Reise frei. Insgesamt bietet man uns an die 30-40h Spielspaß, wenn man wirklich alles absolvieren möchte.

Die Ausrüstung eines Geists

In der Third-Person steuern wir Jin Sakai, den Samurai, durch die besetzten Mongolischen Gebiete. Für die Befreiung dieser stehen Jin unterschiedliches Arsenal und Ausrüstung zur Verfügung. Allen voran das Katana, für das wir im Zuge des Spielfortschritts unterschiedliche Kampfhaltungen freischalten. Jede Haltung ist für eine bestimmte Art von Gegner zu präferenzieren und so wechseln wir schnell und rasch im Kampfgetümmel zwischen unseren Möglichkeiten hin und her. Wollen wir unserer Samurai Herkunft Ehre erweisen, so starten wir auch mittels „Herausforderung“ direkt ins Gefecht und überraschen Gegner mit einem Quicktime Event. Bei diesem stehen wir den Feinden dann direkt in einer Art Duell gegenüber und müssen zur richtigen Zeit unser Schwert ziehen. Gelingt uns das und haben wir vielleicht auch noch die Herausfordungsserie-Fähigkeiten, eine von unzähligen Fähigkeiten die wir in Ghost of Tsushima freischalten können, metzeln wir uns durch das erste Bündel von Gegnern und stehen gleich einer geringeren Übermacht gegenüber.

Wer nicht auf direkte Konfrontation steht, der kann sich auch „Assassins Creed like“ mit Messer an die Gegner heranschleichen und diese heimlich zur Strecke bringen. Für manche Gegner empfiehlt sich aber auch Pfeil und Bogen. Wem das noch nicht ausreicht, der bekommt auch noch allerhand an Zusatzausrüstung, wie Haftbomben oder Kunai (Wurfmesser).

Aber auch unsere Rüstung wird im Laufe der Story variieren und gewissen Boni für unseren bevorzugten Kampfstil mit sich bringen. Zusätzlich stehen uns auch noch Inventar-Slots für Talismane, die wir mit der Zeit erhalten, zur Verfügung. Auch diese gewähren uns weitere Boni.

Weitere Verbesserungen schalten wir durch das Aufsuchen von besonderen Objekten, die in ganz Tsushima verteilt sind frei. An Bambusständern können wir unsere Energieleiste durch Abschluss eines Quicktime Events verbessern, in Heilbädern unsere Gesundheitsanzeige erweitern und durch das Aufsuchen von Schreinen Talismane oder Inventarslots dafür freischalten. Wer dazwischen etwas Entspannung sucht kann auch an einer dafür vorgesehen Stelle ein Haiku, ein japanisches Gedicht, verfassen und dabei einfach die Natur des Games bewundern.

Fazit

Wir waren von der ersten Sekunde von Ghost of Tsushima begeistert. Das Spiel gibt nicht nur optisch einiges her, sondern überraschte uns auch mit kurzen Ladezeiten. Beim Gameplay hat Suckerpunch zwar nichts neu erfunden, aber die Umsetzung kann sich durchaus sehen und auch spielen lassen. Auf eine allzu tiefgründige Storyline braucht man aber allerdings nicht zu hoffen, auch wenn durchaus Potential vorhanden gewesen wäre. Dafür dürfen wir aber, wenn auch in teilweisen repetitiven, Kämpfen unsere Kunst als Samurai beweisen. Zusammengefasst ist Ghost of Tsushima also ein optisch ansprechendes, kurzweiliges Actiongame, bei dem Freunde von Assassins Creed oder Shadow of Mordor garantiert nichts falsch machen werden.

— Fabian Padrta

9

Das Gute

+ Gut getroffenes Setting

+ Geballte Ladung Aktion

+ Zahlreiche Missionen und Erkundungsmöglichkeiten

+ Minimale Ladezeiten

Das Schlechte

- Repetitives Missionsdesign

Shortcut Ghost of Tsushima
Release 17. Jul 2020
Studio Sucker Punch Productions
Publisher Sony Interactive Entertainment
Alles in Allem Great