Di, 30. November 2021
Call Of Duty: Vanguard vorgestellt

Ein schmutziges Erlebnis

Call Of Duty Vanguard im Test

Jedes Jahr prescht die Call Of Duty Serie mit einem neuen Teil voran und erheitert oder erzürnt die Shooter-Community. Mit Vanguard zieht es die Spieler wieder zurück in den zweiten Weltkrieg. Ob das die richtige Entscheidung war? Wir haben’s getestet.

Zurück an die Front

Call Of Duty Vanguard ist mittlerweile der 18. Teil einer fast 20 jährigen Herrschaft im Shooter-Business. Mit Vanguard geht es ein weiteres Mal an die alte Front in Europa zwischen 1939 und 1945 um mit den Alliierten die Nazis von der Bildfläche zu wischen.
In der Kampagne übernimmt man die Rolle eines Soldaten eines Special-Forces Teams, das die Mission vermasselt und in deutscher Kriegshaft näher kennenlernt Hierbei darf man ihre Geschichten spielen und jeden Kontinent besuchen. Egal ob Dschungel in Asien, Wüste in Afrika oder das offene Kriegsgebiet in Frankreich – die Kulisse ist stimmig und filmreif, wenn auch nicht sonderlich lang und tiefgehend. Nachdem man die  6-8 Stunden erlebt hat, schaltet man auch endlich neue Skins für den Multiplayer frei. ENDLICH!

Caldera calling

Gleich im Multiplayer-Modus fällt auf: alles beim Alten. Die Map Shipment ist hier, Waffen können wieder bis auf das kleinste Details umgebaut werden und die Shotguns sind wie zu jedem Beginn eines Call Of Duty überpowert.
Die alte Formel passt, funktioniert und läuft gut. Doch auch mit dem neuen Modus „Champion Hill“ kann Vanguard Punkte abstauben. Hier kämpfen Squads immer einzeln gegeneinander und nehmen sich gegenseitig Leben weg. Ist man am Ende aller Leben, so ist man raus – das letzte Squad mit übrigen Respawns gewinnt. Böse Zungen behaupten es handelt sich um ein Battle Royale light – der Einstieg in die Warzone.
Doch (warum auch immer) ist aller Einstieg schwer und das Waffenbalancing ist vor allem wegen der vielen antiken Waffen und ihren Customizing-Möglichkeiten noch verbesserungswürdig.

Die Welt wird härter?!

Wenn man weniger kompetitiv und mehr kooperativ unterwegs sein möchte, dann hält man sich immer an den Zombie-Modus. Hier versuchen 4 Spieler gemeinsam gegen Horden an untoten Nazis anzutreten und sie nochmals über den Jordan zu schicken. Doch diesmal ganz ohne Quests oder Easter Eggs. Simples Wellen-Geballer, die mit jeder Stufe stärker und hartnäckiger werden. Ab Stufe 10 wirken die selbst aufgelevelten Waffen nämlich wie Spielzeuge, die absolut keinen Schaden mehr machen und man nur mehr versucht die Zombies zu überleben. Abgesehen davon helfen einem noch mysteriöse Tränke, Perks und Gadgets um es bis zur Welle 15 zu schaffen.
Bonuspunkt: Die Erfahrungspunkte, die man in jedem Modus sammelt gelten auf den gesamten Account und man kann so schneller Waffen, Operatoren und Upgrade hochleveln.

Fazit

Call Of Duty Vanguard reiht sich in der Serie im Rang weiter oben ein. Die Kampagne ist klischeebehaftet, der Multiplayer Modus bietet Spaß für viele Stunden und der Zombie-Modus macht vor allem mit Freunden immense Laune und bietet Adrenalinschübe am laufenden Band. Dennoch ist es weiterhin ein Rückschritt zum 2019er Modern Warfare, wo ziemlich alles perfekt lief, doch die neue Warzone wird zeigen in welche Richtung wir uns bewegen. Im Moment auf jeden Fall nur Richtung FRONT, Soldat!

— David B.

9

Das Gute

+ Champion Hill-Modus

+ filmreife Kampagne

+ keine großen Bugs

Das Schlechte

- Waffenbalancing

- linearer Zombie Modus

Shortcut Call Of Duty Vanguard
Release 8. Nov 2021
Studio Sledgehammer Games
Publisher Activision
Alles in Allem Shootastisch!