Fr., 8. Mai 2026
Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen

Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen

Bus Bound im Test

Wie wir wissen, heißt es im Bus „Nicht mit dem Fahrer sprechen“. Das gilt jetzt auch für Leute vor den Schirmen, denn hier wird ein Bus Simulator gezockt. Bevor ihr wegklickt, lasst mich sagen: ich mochte Bus-Sims vorher nicht. Bus Bound ist anders!

Die stillalive Studios haben ihren Firmensitz in Innsbruck und wer wenn nicht Personen, die extrem auf Busse angewiesen sind, wissen darüber mehr Bescheid?!
Bus Bound ist ein Bus-Simulator, der besonderen Art. Wir haben es somit gleich näher unter die Lupe genommen, und uns in die Kluft des Berufskraftfahrers geschmissen.

Ein Hoch auf unseren Busfahrer!

Die Simulation wirft einen gleich mitten ins Geschehen. Als Lenker eines Omnibusses muss die fiktive Stadt Emberville abgegrast und Passagiere müssen von A nach B transportiert werden. So startet man im Bus und lernt die Basics kennen. Gas, Bremse, Ampel Bushaltestelle. Sobald man die ersten Fahrgäste an Bord hat, beginnen die Probleme des Alltags zu wirken: rücksichtslose Verkehrsteilnehmer, Ampeln die nicht auf grün schalten wollen und niemand der trotz Blinker in die Lücke lässt. Ja, wir verstehen mittlerweile, wie sich Busfahrer im Straßenverkehr wirklich fühlen! Bus Bound hat nämlich die perfekte Tiefe an Gameplay eines Simulators sowie eine Management-Ebene, die leicht verständlich und nicht überlastend wirkt, wie man es von anderen Hardcore-Sims gewohnt ist.

Hobby-BusfahrerInnen dürfen sich also auf ein spannendes Fahrverhalten freuen, die realitätsgetreuen Fahrzeuge, darunter ein New Flyer Xcelsior 40ft CNG und Blue Bird Sigma zu bieten haben. Schwere Kolosse, Doppeldecker und Gelenkbusse sind im Inventar und dürfen mit Upgrades wie Sticker, Farben und Lackierungen nach eurem Belieben verändert werden. Das ganze zum Zweck der Flottenerkennung!
Während ihr per Knopfdruck Türen öffnen und schließen könnt, müssen nicht zig Tastenkombinationen gedrückt werden, um die Handgriffe zu tätigen sondern der Fokus wird hier wirklich auf das Gameplay der Busse gelegt.

Der Bus, die Busse

Natürlich darf in der heutigen Zeit Multiplayer nicht zu kurz kommen. Gemeinsam mit drei anderen Bus-Unternehmern könnt ihr so in Emberville euer eigenes Stationsnetz aufbauen, die Routen gemeinsam planen und euch gegenseitig unterstützen, loben und im Vorbeifahren Grüßen.

Sympathie steht in Bus Bound nämlich im Vordergrund. Die Kampagne und der Fortschritt für Single- und Multiplayer basiert auf Likes der Passagiere, die je nach Fahrstil und Disziplin besser bzw. schlechter ausfallen können.
Wenn man also ein Stopp-Schild ignoriert, dem Vordermann auffährt oder die Haltestelle verschläft gibt’s Punkteabzug. Mehr aber auch nicht! Für eine Simulation ist kein Schadensystem für Fahrzeuge vorhanden, ebenfalls keine Bestrafung für Fehlverhalten und kein Versagen bei Unpünktlichkeit. Somit könnt ihr euch entspannt hinter das Lenkrad setzen, die Bürger von Station zu Station schippern und jegliche Kritik ignorieren – alles kein Ding. Wer hier wirtschaftliche Folgen erwartet oder Kündigungsangst haben möchte, der ist hier Fehl am Platz.

Fazit

Bus Bound liefert eine Simulationserfahrung, die für Einsteiger des Genres und Chill Guys gemacht wurde. Sowohl Busse als auch die belebte Stadt liefern die perfekte Immersion für jeden Möchtegern-Busfahrer. Der Multiplayer-Part macht gemeinsam Spaß und bringt durch die seichte Management-Ebene auf jeden Fall Entspannung auf mehreren Schichten. Wer hier tiefgehende Preispolitik, Werkstatt oder andere Sim-Details erwartet, muss bei Bus Bound leider ausweichen, denn hier geht’s wirklich um den Spaß am Chauffieren und das Emotionale Bindung zu unseren Busfahrern. Danke dafür!

— games-redaktion

8.5

Das Gute

+ belebte Stadt

+ Multiplayer

+ Linien selbst designen

+ Entspannende Atmosphäre

Das Schlechte

- seichte Simulation

- im späteren Spielverlauf repetitiv

Shortcut Bus Bound
Release 30. Apr. 2026
Studio stillalive Studios
Publisher Saber Interactive
Alles in Allem Ein Hoch!