Di, 25. Okt 2022
Schüttel dein Haar!

Schüttel dein Haar!

Bayonetta 3 im Test

Wenn die Tage kürzer werden, dann ist es auch wieder Zeit jede Menge magisches Zeug und Hexen aus den Laden zu kramen. Perfekt dafür erscheint jetzt nach langem Warten der dritte Ableger der Bayonetta Reihe.

Multiverse incoming

Als wäre Magie und insbesondere Chaos Magie auf der Welt nicht schon genügend Herausforderung und Gefahr – so versucht gerade scheinbar eine noch größere Macht unser Raum Zeit Gefüge zu zerstören. Die Singularity ist auf dem Weg durch die Zeit und will die einzelnen Welten zerstören, denn ja: Bayonetta bekommt es mit Multiversen zu tun. Wenn erst mal alle einzelnen Welten zerstört sind, dann ist die Singularity so machtvoll, dass sie alle Welt unter sich vereinen kann, doch das gilt es zu verhindern.

Gemeinsam mit altbekannten und neuen Charakteren – insbesondere so manchen alternativen Varianten von Bayonetta selbst – geht es also an die Insel Thule um von dort aus eine Vielzahl an Welten vor der Zerstörung zu schützen und so das ganze Universum vor dem Untergang zu bewahren.

Wenn es euch zwischendurch passieren sollte, dass ihr mal keinen Plan habt wohin die Story gerade geht – keine Angst das dürfte irgendwie zu Bayonetta dazugehören. Die Storyline ist abgefahren, weird und spacig und manchmal irgendwie vollkommen aus der Bahn. Irgendwie hat das Charme, irgendwie vergisst man aber auch irgendwann worum es geht und freut sich einfach nur auf den nächsten Kampf.

hack, slash and shoot

Typisch für ein Action Hack and Slash gilt es natürlich in den zahlreichen Kämpfen gegen die riesigen Monster jede Menge Tasten zu drücken um ordentlich draufzuhauen. Wahlloses Tasten Bashen kommt zwar irgendwie auch zum Ziel, doch besser man verbringt erst mal vielleicht ein paar Minuten im Trainingsmodus und schaut sich die besseren Kombos an. Denn erst dann kommt ihr in den Genuss der gesamte Kraft von Bayonetta und ihren Waffen. Denn die richtigen Kombos sehen nicht nur verdammt gut aus, sie machen natürlich auch nochmal jede Menge mehr Schaden.

Einfach nur draufhauen funktioniert vor allem auch deswegen nicht, weil Dodgen und Ausweichen halt immer noch ein großer Faktor bei Bayonetta sind. Nicht nur gilt es den eigenen Schaden zu vermeiden (wer darauf weniger Lust hat kann natürlich auch den einfacheren Story Modus spielen) sondern auch die magischen Fähigkeiten von Bayonett auszunutzen. Denn ein perfekter Dodge verlangsamt für kurze Zeit das Spielgeschehen und gibt euch damit jede Menge Zeit euch besser zu positionieren, Kombos vorzubereiten und den nächsten Angriff zu starten. Diesen Vorteil sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

Infernal Demons

Sollte man alleine dann doch einmal in die Bredouille geraten, dann stehen unserer Heldin aber zum Glück auch wieder eigene gigantische Dämonen an der Seite, die jederzeit gerufen werden können – wenn eure Magie ausreicht.

Dann stampft man schon gerne mal als Gomorrah, Madama Butterfly oder viele andere riesige Monster über das Schlachtfeld und das macht erst so richtig Spaß.

Die kleine Krux an der Sache: So lustig es ist mit riesigen Monstern über das Feld zu stapfen und Feuer zu spucken, so wenig sollte man auf Bayonetta selbst vergessen. Denn diese tanzt und beschwört weiterhin munter am Feld und sobald sie ein Hit trifft, ist die ganze Beschwörung vorerst mal zu Ende.

Alles in allem machen die Fights aber riesen Spaß und geben so richtig die Gelegenheit die Tasten glühen zu lassen. Auch wenn sie nicht unbedingt mit riesigen Spieleneuerungen zu den ersten Teilen um sich werfen sondern eher auf altbekanntes setzen.

Prädikat sehenswert für die Switch

Optisch glitzert und funkelt Bayonetta 3 wieder genauso wie seine Vorgänger. Der ein oder andere verwöhnte PC oder Next-Gen Konsolenspieler mag die Grafik zwar vielleicht ein bisschen belächeln, doch für ein reines Nintendo Switch Spiel holt das Game schon ordentlich was aus der Konsole heraus.

Bayonetta selbst strotzt natürlich wieder nur so von ihrem wallenden Haaren, die sie für jegliche Attacken und Kampfvarianten fallen lässt, die Kämpfe, Gegner und Umgebungen leuchten in weirden gedämpften Neon-Violett-Tönen doch alles in allem ist das Gesamtbild einfach sehr angenehm und rund. Die Switch kann eben nicht nur grobe Pixel Grafik, sondern lässt durchaus auch mal die Lüfter schuften um ordentlich Grafik aufs Display zu zaubern.

Fazit

Gegnerhorden und riese Monster in geballten Schlachten voller Action – das ist es was Bayonetta immer ausgemacht hat und das liefert auch Bayonetta 3 wieder. Massive Fights, eine tolle Optik und eine weirde Story – ein All-Inclusive Package!

— Nina Z.

9

Das Gute

+ spaßige Kämpfe

+ abwechslungsreiches Waffen/Monster Arsenal

+ gute Optik

Das Schlechte

- Kombotraining ratsam

- schwierig zu folgende Story

Shortcut Bayonetta 3
Release 28. Okt 2022
Studio Platinum Games
Publisher Nintendo