Wir haben ein Spiel gespielt
SAW: Genesis auf der gamescom angespielt
Entwicklerstudio Blooberteam ist bekannt für ihre guten Horror-Umsetzungen. Da war der Gedanke nicht sonderlich weit weg, als man SAW: Genesis ankündigte. Wir durften das nächste Kapitel der Billy-Saga anspielen und ein paar Runden im asymmetrischen Survival drehen und uns Fallen stellen, die wir uns nie vorstellen konnten!
Layers Of Fear, Cronos, Blair Witch Project – das Portfolio von Blooberteam ist gespickt mit Horror-Projekten, die das Genre definieren. Mit der offiziellen IP von SAW, DIE Horror-Serie der letzten 15 Jahre, ist es nun an der Zeit in Sachen Gore auch spielerisch neue Maßstäbe zu setzen und das asymmetrische Survival im 3vs1 neu aufzurollen. Wir haben mit den Entwicklern ein paar Runden auf dem blutigen Spielplatz des Richters drehen dürfen.

SAW: Genesis spielt in den 1920er-Jahren, wo Fernseher, fernzündbare Sprengstoffe und Telefone der Zukunft angehören. Der Richter, ein Killer, der seine Opfer in einer riesigen Mansion einsperrt und drei Angeklagte, die ihr Leben ein letztes Mal überdenken können. Wir haben die Rolle eines der Opfer eingenommen und mussten in Mansion in einer gewissen Zeit entkommen, sonst läuft die Zeit aus und die Sanduhr unserer Seele ebenso.
Zu Dritt mussten wir Rätsel lösen und durch ein Meer an Ratten waten, die an den Lebensleisten zehren. Egal ob Blut abpumpen mit dem Mund, ins Feuer fassen um einen Hebel zu betätigen – jeder Mechanismus im Spiel schmerzt bereits beim Hinsehen und die Macher haben wirklich ins Volle gegriffen. Denn sollte sich das Trio trennen hat der Richter die Chance einen Schergen zu senden, der ein Opfer direkt verschleppen kann und abschotten kann. Dort gibt es eine spezielle Aufgabe zu lösen, um zum Team zurückzukehren oder die Zeit für alle auslaufen zu lassen. Wir mussten dabei den eigenen (virtuellen) Augapfel mit einem Löffel entfernen, um ihn in einen Eierbecher rollen zu lassen, der einen Hebe-Mechanismus betätigt um unsere Fesseln zu lösen.

Beim ersten Mal war der Gedanke circa so: „naja, ist ja nicht mein Auge. Am Ende ist ein Spiel“. JA! ABER! Je nachdem welchen Körperteil ihr opfert, müsst ihr auch den Preis dafür bezahlen. In unserem Fall war es das linke Auge und dementsprechend war die linke Hälfte des Bildschirms blutverschmiert und nichts mehr erkennbar.
Wenn ihr in ein Fass voller Scherben greift, das den Arm aufschneidet, so könnt ihr danach keine Objekte und Waffen mehr aufnehmen. Dafür erhaltet ihr und euer Team wertvolle Zeit um die Fallen zu entschärfen und zu entkommen.

Der Richter muss währenddessen Fallen planen, darf sich frei innerhalb der Map bewegen und kann geheime Türen und Schleichwege verwenden, um schneller zu entkommen. Denn auch sein Körper ist wie der von Jigsaw aus den Filmen sehr filigran, alt und gebrechlich. Daher gilt für den Richter die Devise:
Observe – Isolate – Strike!
Nur so kann der Richter auch Wege planen und vorhersehen, wohin seine Opfer als nächstes wandern werden und die Fallen dementsprechend planen.
SAW: Genesis liefert den Gore und den Horror, den die Serie seit Jahren auf die Leinwand bringt, endlich ins Spiele-Universum. Aber wie bei allen asymmetrical-Multiplayer Spielen gilt: nur das richtige Team hat auch Spiel und wird zum Ziel führen. Ob das in Casual-Multiplayer Lobbies auch so sein wird, bleibt noch offen, aber das Potenzial liegt auf der Hand, SAW kann auch als Videospiel funktionieren.
Wir werden unsere erste blutige Session so schnell nicht wieder vergessen, so viel steht fest!
SAW: Genesis erscheint 2027 für PC, Xbox und PS5