Di, 26. November 2013

Gehirntraining mit Geschichte

Game Rezension: Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant

Der letzte Teil der zweiten Trilogie rund um Professor Layton, Luke und ihre unzähligen Rätselaufgaben.

  
  
  
  
Lebendige Mumien? Gibt es sowas? Das herauszufinden klingt nach einem Fall für Professor Layton! Doch nicht nur der Professor ist an solch einer Entdeckung interessiert, sondern auch die Schurken der Gruppierung Target haben schon von der Entdeckung gehört und sind dem Professor dicht auf den Versen (oder vielleicht sogar einen Schritt voraus).
In dem kleinen verschneiten Städtchen Snøborg angekommen ist das Mysterium auch schnell gefunden. Eine junge Dame, in Eis eingeschlossen. Aber wir wären nicht mit Professor Layton auf Reisen, wenn ein Rätsel das Fräulein nicht aus dem Eis befreien würde. Bei dieser handelt es sich auch mitnichten um eine Mumie, sondern um eine von dem uralten Volk der Aslanti eingefrorene Gesandte, um die Geheimnisse des alten Volkes in die Zukunft zu überbringen. Das einzige Problem: Die junge Aurora kann sich leider an Nichts mehr erinnern.
Also geht es gemeinsam mit Aurora, Professor Layton, seinem Lehrling Luke und ihrer Assistentin Emmy auf eine Reise rund um die Welt um die Erinnerungen von Aurora rund um die Aslanti wiederzufinden. Eine Reise gespickt mit Rätseln und Knobeleien die einen schon mal zum Haare raufen bringen können.
Wer die Vorgänger von Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant kennt, der weiß ganz genau, für jedes Problem gibt es eine Lösung und im Falle von Professor Layton ist jedes Problem ein Rätsel. Über 150 Rätsel warten auf der Reise rund um die Welt darauf geknackt zu werden um das Geheimnis rund um Aurora und die Aslanti zu Tage zu bringen. Und bei den Knobelaufgaben wird es auch nicht langweilig. Neben Logik- und Rechenaufgaben fordern die unterschiedlichsten Bilder und Formrätsel sowie Schiebe- oder Drehpuzzles die grauen Zellen zum Teil ordentlich heraus.
Die Schwierigkeit der Rätsel reicht hier von wunderbar einfach bis zu angenehmem Hirnrauchen. Das Wichtigste: Nicht gleich bei Rätsel Nr.1 verzweifeln. Ja auch ich habe mich dumm und dämlich gerechnet obwohl die Antwort doch so auf der Hand (oder im Bild) liegt. Dieses Licht ist mir allerdings erst nach dem ersten Verwenden der Hinweismünzen aufgegangen, aber darüber will ich jetzt mal schweigen.
Wer allerdings denkt, dass er in der kompletten Spielzeit nur so von Rätseln überlaufen wird, der liegt etwas falsch. Mit der wunderbar gezeichneten Story mit ihren Charakteren und Welten vergeht schon so einiges an Zeit. Die herzallerliebsten und stellenweise auch witzigen Dialoge und dazugehörigen Filmsequenzen nehmen einen wichtigen Teil des Spieles ein. Für Rätsel muss man also durch die Story durch und sich bei den unterschiedlichsten Personen im Spiel durch suchen. Wen die Story also nicht interessiert, der sollte sich auf Buttonmashing (oder auch Touchscreen quälen) der langwierigen Art gefasst machen.
Wenn die Überbrückung bis zum nächsten Rätsel stellenweise dann doch nach Abwechslung zwischen den Dialogen schreit, dann gibt es ja immer noch die drei Minispiele die sich im Koffer des Professors verstecken. Entweder könnt ihr mit einem süßen Eichhörnchen Haselnüsse durch ein Labyrinth rollen lassen, unterschiedliche Blumengärten zum Erblühen bringen oder die Kleiderwünsche so mancher Dame im Spiel erfüllen. Definitiv Abwechslung für zwischendurch.
Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant überzeugt nicht mit neuen Features und Spezials, im Spiel bleibt genau alles beim Alten. Doch genau dafür suchen wir uns den Professor ja auch aus, um ihm bei seinen Rätseln um die Welt unter die grauen Gehirnzellen zu greifen.


ENTWICKLER: LEVEL 5
PUBLISHER: Nintendo
GENRE: Puzzle
PLATTFORM: 3DS