Mo, 27. September 2010

Game Rezension: Mafia 2

Frage mich niemals nach meinen Geschäften. Schon gar nicht während ich „Mafia 2“ spiele!

„Blas dem Schwanzlutscher die Fresse weg!“. Nicht gerade die feine, sprachliche Klinge, die da geschwungen wird. Der Knaller ist allerdings der, dass diese mafiöse Sprache von den deutschen Synchronstimmen von John Travolta, Brad Pitt oder Sean Penn gesprochen werden. Aufwändig wie dieses Detail ist auch der Soundtrack. Sozusagen die „Hitparade“ der 40er- und 50er-Jahre. Allesamt lizensierte Originale (über 120 Songs!), darunter legendäre Cuts wie „Manish Boy“ oder „Rum & Coca Cola“. Die Liebe zum Detail findet sich in allen Bereichen des Spieles wider. Sei es die großartige Stadtdarstellung, die exzellent gepixelten Karossen oder die scharfen Pin-Up Poster an den Wänden.

Auch bei der Storyline wurde nicht gespart. Hier spielt man nicht einen Gangsterfilm, hier ist man mittendrin. In der Person des in die USA emigrierten Sizilianers Vito Scaletta stiehlt, mordet und erpresst man sich an die Spitze der „Familie“ und der Weg dorthin besteht nicht, wie man vermuten könnte, aus Dauerballerei, sondern aus unterschiedlichen Aufträgen, bei denen die Fahrten durch Empire City (Vorbild: New York) mit zu den Highlights gehören. Echt lässig mit anzusehen, wie Jahr für Jahr (1941 bis 1959) sich nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Automobile ändern. Das einzige Manko dass man „Mafia 2“ unterstellen darf, ist jenes, dass der Missionsablauf für ein Open World Game leiderv viel zu linear gestaltet wurde.Wem das nicht stört, wird gerne den Nadelstreif anziehen, die Tommy Gun durchladen, und dem Schwanzlutscher … eh schon wissen.


 

PUBLISHER: 2k Games

GENRE: Open World/Action

PLATTFORM: Xbox 360, PS3, PC

ERHÄLTLICH: Bereits erhältlich