So, 5. August 2012

Game Rezension: London 2012

46 spielbare Disziplinen: Das klingt nach massiver Dauerunterhaltung. Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt.

Seit den Zeiten eines „C64“ tauchen sie regelmäßig vor Winter- und Sommerspielen auf: die „offiziell“ lizensierten Event-Begleiter. Und obwohl (oder vielleicht gerade weil) die Spielsteuerung primär aus rhythmischen Knopferldrucken besteht, haben sie ihre Fangemeinde. Diese bekommt mit „London 2012“ ein Game das mit hübscher Grafik einerseits punktet, mit häufiger Treppchenbildung andererseits verärgert. Überhaupt zieht sich dieses „Hui/Pfui“-Prinzip durchs ganze Spiel. Da wundert man sich etwa über die plastikmännchenartige Athletendarstellung und staunt zugleich über die gelungene Mimik in der Nahaufnahme. Da freut man sich auf satte 46 Bewerbe und checkt dann, dass viele ident sind und sich nur in der Länge (zB: 100m-/200m-/400m-Lauf) unterscheiden. Und dass zwar das Game selbst, nicht aber die Sportlernamen lizensiert sind (man sich also mit Fantasiegestalten matcht), ist eigentlich ein absolutes No-Go!

Warum dann trotzdem 3 Bewertungsköpfe? Weil der Wettbewerb im Online-Modus echt unterhaltsam ist und darüber hinaus auch noch mit einem Splitscreen-Modus (bis zu vier Spieler) glänzt, der tolles Wettkampffeeling aufkommen lässt. Das Highlight ist aber zweifelsohne die Möglichkeit einige (aber nicht alle!) Disziplinen per Kinect bzw. Move mit vollem Körpereinsatz zu spielen. Fazit: eine Medaille gibt’s für „London 2012“ nicht, aber einen Platz im Mittelfeld hat es sich verdient. PS: die „echten“ Sommerspiele finden von 27. Juli bis 12. August statt. Wen’s interessiert.


 

PUBLISHER: Sega

GENRE: Sportspiel

PLATTFORM: Xbox360, PS3 & PC

ERHÄLTLICH: bereits erschienen