Mi, 19. Dezember 2012

Game Rezension: Far Cry 3

Lauf Forrest, lauf!

Überleben auf einer exotischen Insel, die von blutgierigen Wahnsinnigen regiert wird. So stand es nicht im Reiseprospekt.

Ein bisserl vergönnt man es diesen affektierten College-Kids schon, dass sie sich eines Morgens in einem Dschungelgefängnis wiederfinden, während sie sich nächtens zuvor noch literweise den Tequila reinzogen. Doch schnell wird aus den verwöhnten Fratzen ein tougher Haufen, der beinhart ums Überleben kämpft. Was auch notwendig ist, denn mit Vaas hat man einen gnadenlosen Jäger am Hals, der zum eigenen Gaudium gerne Gliedmaßen von seinen Opfern abtrennt. Dieser, auf Wochenend-Punk getrimmte Insel-Psychopath ist übrigens grandios in Szene gesetzt und glänzt mit Sprüchen wie „Lauf Forrest, lauf!“, während man in der Rolle des Jason vor Gewehrsalven und Bluthunden in den Dschungel flüchtet. Doch Vaas ist nicht der einzige Wahnsinnige auf dieser, irgendwo im ostasiatischen Archipel angesiedelten, gesetzlosen Insel.

Kein Zweifel, so realistisch und aufwühlend wurde Survival-Horror noch nie spieltechnisch umgesetzt. Was nicht nur an der straighten Storyline und der exzellenten Open World-Grafik liegt, sondern vor allem auch an der akustischen Umsetzung. Das eigene Keuchen, das Knacken von Ästen, das Rascheln im Unterholz, all das baut mächtig Druck auf und tatsächlich ertappt man sich als Spieler das eine und andere Mal dabei, selber den Atem anzuhalten, um nicht entdeckt zu werden. Seltsam, aber wahr! Auf den Punkt gebracht: Far Cry 3 ist jeden Cent wert, glänzt zudem mit gelungenen Multiplayer-Modus und lässt in den kommenden „stillen Tagen“ definitiv keine Langeweile aufkommen.


 

PUBLISHER: Ubisoft 

GENRE: Survival-(Ego)-Shooter

PLATTFORM: PC, PS3, Xbox360

ERHÄLTLICH: bereits erschienen