Wenn das Multiversum nicht genug ist
Magic: The Gathering krallt sich alle IPs für neue Fans
Das größte Trading Card Game des Planeten, Magic: The Gathering hat die letzten Jahre dank der Hilfe von Hasbro ordentlich am Geld-Regler gedreht und ballert mit den Universes Beyond (UB) Sets ordentlich Karten mit Magic-fremden Charakteren und Umgebungen raus, als gäbe es kein Morgen. Kann das aktuelle Set überzeugen über die Teenage Mutant Ninja Turtles den Rest vom Gegenteil überzeugen?
Ok, einmal kurz real talk von jemandem, der seit 1998 im MTG-Universum unterwegs ist. Es ist schon ein bisschen befremdend, dass man mittlerweile gegen Decks antreten muss, die mit Spongebob, Aang und Deadpool auf meine armen Goblins eintreten als wären sie wer.
Dennoch darf man sich nicht vor der Zukunft verschließen und so haben wir natürlich das erfolgreiche Final Fantasy-Set und Herr Der Ringe-Set bekommen, die sowohl thematisch im Fantasy Universum beheimatet sind als auch großartige Karten mit sich gebracht haben, die bis heute in fast jedem Standard-Deck vertreten sind.
Nun erscheinen 2026 gleich 7 Sets (was für ein Jahr sehr viel ist) und darunter befinden sich gleich 4(!) UB-Sets. Star Trek, die große Marvel-Kooperation, Der Hobbit im Sommer und nun als Start die Teenage Mutant Ninja Turtles. Doch können Mikey, Donnie, Leo und Raph die Community überzeugen, dass Universes Beyond doch cool sind?

Immer auf der Lauer!
Ja, jede neue Universes Beyond-IP hat seine eigene Fanbase und natürlich gehen die OG-Magic Nerd nicht Hand in Hand mit externen Universen. Die Feen, Vampire und Remasuris wollen unter sich bleiben und lieber im Fantasy-Setting Welten umkämpfen, als in Manhattan mit Spider-Mans um die Miete zanken.
Allein an den Vorbesteller-Zahlen und den Events in lokalen Stores merkt man, dass TMNT nicht jeder-Spielers Kaffee ist und das Set vor allem seit Spider-Man sehr harte Grabenkämpfe führen muss. Deshalb hat Wizards Of The Coast hier abermals am Kreativitäts-Rad gedreht und neben den normalen Boostern, einem Commander Deck (mit wechselbaren Commandern) auch noch ein Koop-Game, das „Turtle Team-Up“ im Petto.
Beim Team-Up spielen bis zu 4 Spieler gemeinsam gegen ein Boss-Deck, wo 6 zufällig gewählte Bosse besiegt werden müssen. Das Boss-Deck wird von einem Spieler nach jeder Runde „gespielt“ man deckt eine Event-Karte oder Kreatur auf, die dann alle Spielenden attackiert. Ziel ist es eigentlich, die Bosse zu besiegen und dabei nicht draufzugehen.

Das eigentlich Ziel ist es, mit den 4 Decks (Michelangelo, Donnatello, Leonardo und Raphael) seine Freunde zu versammeln und sie mit der TMNT-Lizenz in das Magic-Universum zu ziehen. Denn es gibt sowohl eine Anleitung mit den wichtigsten Regeln, als auch Booster-Packs, die man verwenden kann um die Decks nach einer Runde aufzubessern. Das Team-Up dient somit als Einsteiger-Set als auch als willkommene Abwechslung für zurückkehrende Magic-Fans.

Wir konnten bereits mit dem 2025 erschienenen Einsteiger-Set von Avatar neue Fans in das TCG einführen und so die Zukunft von Magic: The Gathering noch weiter aufleben lassen. Dass es mit jeder Lizenz funktioniert, die Hasbro anfragt, wird zwar nicht passieren, aber wenn es immer wieder ein paar Interessierte, die man findet, so wäre das schon ein Gewinn. Mit Herr Der Ringe und Final Fantasy wurde ein Grundstein gesetzt, der sich jetzt ein wenig zuspitzt, und zumindest reguliert gehört, denn sonst verliert man Veteranen, die kein Gefühl mehr für das eigentliche Magic-Universum empfinden und das wäre schade.
Also bringt Freunde in das geile (und teure) Hobby Magic: The Gathering, denn auch abseits der Bildschirme kann man richtig viel Spaß haben. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt um quer einzusteigen, denn mit den kommenden Sets wie Strixhaven und Marvel Super Heroes warten schon die nächsten Neulinge, die sich ein Bild vom größten Sammelkarten-Spiel der Welt machen wollen! Kowabunga!