Mi, 10. September 2014

Altes neu verpackt

Game Rezension: Tales of Xillia 2

Fortsetzungen von JRPGs sind generell schwierig und gelingen eher selten. Wir sind in die Welten von Tales of Xillia 2 eingetaucht und haben uns angeschaut ob es von der Konkurrenz gelernt hat.

Ein Jahr nach den Geschehnissen von Tales of Xillia versucht sich ein Nachkomme des großen Propheten Kresnik als Agent für die Firma Spirius. Spirius kontrolliert so ziemlich jeden Lebensbereich der Elympianer. Da Ludgers Aufnahmeprüfung vom eigenen Bruder sabortiert wird, bleibt ihm nur mehr der Kantinenjob im Bahnhof übrig. Gleich am ersten Tag wird er in einen Terrorakt hineingezogen und muss einen Zug der ins Hauptgebäude von Spirius rasen soll, aufhalten. Begleitet wird er zunächst mal von Elle und Jude, welchen man schon vom ersten Teil kennt. Durch seltsame Geschehnisse und Deja vus kämpft man letztendlich gegen den Chef der Terroristen und wird lebensgefährlich verletzt. Spirius rettet Ludger, welcher jedoch die Arztkosten von 20 Millionen Gald nicht zahlen kann und sich so verpflichtet für Spirius die Drecksarbeit zu erledigen und fortan Aufträge von jedem annimmt.
Das ganze Spiel dreht sich also um Schulden die man bei Spirius hat. Gebiete dürfen nicht verlassen werden, solange man nicht einen Teil der Schulden beglichen hat. Selbst Entscheidungen die normal leicht fallen, wie das Ausrüsten der Party, fällt hier schwer, denn als Alternative könnte man Schulden begleichen, in neue Gebiete vordringen und dort wertvolle Aufträge bekommen oder eine Belohnung von Spirius einheimsen. Auf das ewige Streben seine Schulden zu tilgen, schließen sich alle bekannten Charaktere des ersten Teils an und man erforscht mit ihnen vertraute Gebiete aus dem ersten Teil. Hier liegt auch der devinitive Schwachpunkt von Tales of Xillia 2. Das Spiel bietet zu wenig neues, zumindest für die ersten Stunden. Nicht nur die Party ist gleich, sondern auch die Gebiete, Artes, Skills und Grades unterscheiden sich nur minimal vom Vorgänger.

Ein paar Sachen wurden aber doch komplett umgeworfen. So sind Skills und Artes nun Elementen zugewiesen und werden durch Gegenstände die einem bestimmten Element zugehören, gelernt. Dass man die Geschichte nur mehr aus der Sicht eines Charakters sieht, ist auch neu im Gegensatz zum ersten Teil. Dafür kann dieser Charakter jetzt Entscheidungen treffen die nicht nur den Verlauf der Geschichte ein wenig beeinflussen, sondern auch Freundschaften mit Personen stärken. So steht man vor der Entscheidung ob man dem Präsidenten von Spirius die Hand reicht oder doch verweigert. Je nachdem wie gut man zu einem Charakter steht, erhält man Geschenke oder schaltet Bonus Szenen frei, die mehr Einblick in die Story und die Gedanken der Anderen zeigen. Dies ist definitiv der Hauptgrund das Spiel öfters durchzuspielen – etwas das eigentlich bei jedem Tales mit Grade Punkten und Trophies versucht wurde.
Leider verschießt Tales of Xillia 2 wie auch sein Vorgänger eine Menge Potenzial. Endlich geht der Fokus der Geschichte weg von den Spirits und einer Energie in der Luft wie bei vorherigen Teilen, dafür ist fast alles andere schon bekannt und birgt nur wenig Neuigkeiten. Schnell stellt sich der Spieler die Frage warum er jetzt zum xten mal Bermia Gorge raufklettern muss um einen Feind zu suchen.
Wer sich nicht sattgesehen hat an Tales of Xillia der kann Tales of Xillia 2 getrost anfangen, denn die Geschichte ist verrückt genug um sie wieder interessant zu machen. Ansonsten sollte man sich vielleicht eine Pause gönnen bis der Content den Xillia 1 geboten hat, vergessen wurde.

  


ENTWICKLER: Bandai Namco Games
PUBLISHER: Bandai Namco Games
GENRE: JRPG
PLATTFORM: Playstation 3