2012
01
Samstag Dezember

Tiger Lillies: Bad Blood & Blasphemie

Treibhaus Angerzellgasse 8, 6020 INNSBRUCK
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Einlass: 20:30 Uhr Beginn: 20:30 Uhr
  • Abendkasse 18.80
  • Vorverkauf 18.80

Gewinne 2 x 1x2 Tickets

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Teilnahmeschluss: 30. November 2012

Sie scheinen direkt aus dem düsteren Londoner Soho des Viktorianischen Zeitalters zu entstammen und verzaubern mit melancholischen Klängen und rabenschwarzem Humor. Ihre bitterbösen, schräg-komödiantischen Texte, versetzt mit beißender Ironie, kennen keine Tabus.
Gepaart mit großem handwerklichen Können und einer zauberhaften Performance haben sie einen Charme, dem man nur schwer widerstehen kann. Es macht einfach viel zu viel Spaß sich in ihre Abgründe hinabziehen zu lassen. Die musikalische Bandbreite reicht von anarchister Oper über Berlin Cabaret der 20 und 30er Jahre bis hin zu Klezmer Klängen – ganz im Sinne von Brecht und Weill…

Ihr schräger, komödiantisch-tragischer Stil, originelle Kostüme/Masken, der Falsettgesang, eine Instrumentierung aus Akkordeon, Drums, singender Säge und Piano machen sie zu einer ganz einzigartigen Band. Schlagworte wie «schräg, dunkel, skurril, exzentrisch und viel schwarzer Humor» kommen einem bei den Tiger Lillies sofort in den Sinn. Als Hauptinspirationsquelle geben sie die Weilschen Brecht-Interpretationen an. So wird ihre Musik auch zumeist „Brechtian Punk Cabaret“ genannt. Es ist eine Mischung aus Varieté, Kabarett, Punk und Gypsymusik. Die Texte sind nichts für Wertkonservative. In makabrer Überhöhung behandeln sie Themen wie Drogenabhängigkeit, gesellschaftliches Außenseitertum, Blasphemie, Prostitution, Abtreibung, Mord, perverse sexuelle Fantasien wie Sodomie, Vergewaltigung oder Inzest – wo auch immer es Anrüchiges gibt, setzten sie provokant noch eines drauf. Wie die Faust aufs kreative Auge passen da die großen Tiger Lillies-Fans Matt Groening, Vater der Simpsons und „Monty Python’s“ Terri Gilliam.

Die dreiköpfige Gruppe wurde 1989 in London gegründet und hat bisher an die 20 Alben veröffentlicht. Ihren internationalen Durchbruch erzielten sie Ende der 1990er Jahre mit dem Theaterwelthit «Shockheaded Peter» (Der Struwelpeter), bei den Wiener Festwochen 2001 sorgte es für Publikumsansturm und Kritikerlobeshymnen und gipfelte schließlich mit einer Auszeichung für Sänger/Texter Martyn Jacque mit dem Laurence Olivier Award, dem hoch angesehenen Theaterpreis der Gesellschaft der Londoner Theater. 2003 wurden sie für ihr Projekt ‚The Gorey End‘ sogar mit einer Grammy-Nominierung belohnt. Ihr Mozart-Musical „Die Weberischen“ von Autor Felix Mitterer führte im Mozartjahr 2006 im Museumsquartier Wien zu wahren Jubelstürmen. Im gleichen Jahr machten sie mit dem ebenso extravaganten Projekt ‚Mountains of Madness‘ gemeinsam mit dem Bassisten der Einstürzenden Neubauten Alexander Hacke und der Berliner Künstlerin Danielle de Picciotto in Hamburger und Wien von sich reden, indem sie die makabren Geschichten von H. P. Lovecraft düster und bildgewaltig inszenierten.

Martyn Jacques (Gesang, Akkordeon)
Adrian Stout (Bass)
Mike Pickering (Schlagzeug)

www.tigerlillies.com