2013
21
Donnerstag November

The Who The What The Yeah

Fluc Wanne Praterstern 5, 1020 Wien
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Einlass: 20:00 Uhr Beginn: 21:00 Uhr
  • Abendkasse 5.00
  • Vorverkauf 0.00

The Who The What The Yeah

Eine Band, die sich wenig scheisst. Die mit lautleiser Ironie, mit nochmals gesteigerter Intellektualität oder mit fast schon autistischer Unbeirrtheit ihren Weg geht.

The Who The What The Yeah gehören wohl in diese Kategorie. The Fuck! Nach zwei Alben (“Blackbox”, 2009 und “Nervöse Welt”, 2011, beide auf Konkord) zielt man mit “Strom” direkt auf das Herz der Finsternis. Das anno 2005 gegründete Quartett – Martin Konvicka (voc, git), Lukas Müller (git, key), Navid Djawadi (b), Tobias Wurscher (dr) – ist einmal mehr “wütend, tanzbar, wortgewaltig” (The Gap) und “bewegt auf der ganzen Füße-Bauch-Hirn-Achse” (alles-ist-pop.de). Aber hinter all dem Wortgeklingel steckt hier hörbar eine Verbissenheit, Ernsthaftigkeit und seriöse Aggressivität. Songs wie “Blackhole”, “Schnitt”, “Frost” oder die erste Single “Neuseeland” sind Anti-Kuschelrock par excellence. Und die seziermesserscharfen, deutschsprachigen und somit unmissverständlichen Texte lassen wenig Raum für ausweichende Interpretationen.

Produziert hat Hans Platzgumer, der ja allein von seiner Musikerhistorie her eine enge Seelenverwandschaft vermuten lässt. Schon beim Durchhören der Demos meinte er, dass das vorliegende Album ein elektrisches wird, ein opus magnum, auf dem jedes akustische Instrument nur die Energie rausziehe. Tatsächlich ist auf “Strom” keine Akustikgitarre, kein Streichinstrument, kein Klavier zu hören. Dafür (oder dagegen) ein “Strom aus Worten und Musik” (“Stormtrooper”), der sich als glühendroter Faden durch die Stücke zieht.
Diese Band steht unter Strom.

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Crystal Soda Cream

Retro und Mode sind zwei Begriffe die untrennbar miteinander verbunden sind, Mode wiederum sehr nahe mit dem Wörtchen Fehlgriff verbandelt. Das Revival der 1980er-Jahre hat sich glücklicherweise als Gespenst der Medien entpuppt, da man sonst wohl bis zum Exzess mit nervtötendem Abklatsch diversester Kaugummipophits aus besagtem Jahrzehnt gequält worden wäre. Da ist die Kultur des Zitierens eine angenehm willkommene Art um sich den positiven Seiten dieses musikalisch doch sehr kontroversen Jahrzehnts anzunehmen bzw. diesem auch entsprechend Tribut zu zollen. Umso erfreulicher ist es, dass es mit Crystal Soda Cream eine Wiener Band geschafft hat, mit ihrer ersten Veröffentlichung in LP-Länge etwas Wunderbares zu kreieren ohne dabei auf peinliche Art und Weise die Retrowelle entlang zu reiten. Beschwingt depressiv begibt man sich in die Welt der Kinderfressermusik und erinnert daran, was die Begriffe Post-Punk, New Wave und Shoegaze eigentlich ausmacht. Dass dabei die Stimme des Sängers Philipp Forthuber an die des jungen Robert Smith erinnert ist nur ein weiteres Detail, das sich in die Warteschlange zur Aufnahme in das Projekt Jubelsturm einreiht. Grandios! ( David Višnjić/SKUG)

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DJ Clemens Frühauf