2018
Von 31
Donnerstag Mai
Bis 02
Samstag Juni

Stream Festival Linz

Linz 4020 Linz
Map
Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:00 Uhr

Mit 60 Programmpunkten an drei Tagen präsentiert sich das Stream Festival von 31. Mai bis 2. Juni als neues, urbanes Musikfestival im Zentrum von Linz. In den drei Programmschienen Stage, Club und Talk wird bei freiem Eintritt in Live-Konzerten, Clubauftritten, Talks und Workshops den Auswirkungen der Digitalisierung in der Musik nachgeforscht. Bespielt werden dabei zahlreiche Orte, die sich vom Festivalgelände  rund um das Ars Electronica Center in Urfahr bis über die Donau ins Stadtzentrum erstrecken.

Zu den musikalischen Highlights des Stream-Festivals zählen Auftritte der Hamburger Indie-Legenden Tocotronic und die englischen Elektronik-Helden Mount Kimbie auf der FM4-Bühne sowie das Eröffnungskonzert mit den Klavier-Experimentierern Grandbrothers auf der Ö1–Bühne, Clubauftritte der Schwedin Klara Lewis, des Techno-Vorreiters Michael Mayer vom Kölner Kompakt Label, die J.Lamotta す ず め Band oder der englische Drum&Bass DJ Alix Perez. Talks und Workshops im Ars Electronica Center, unter anderem in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, der Musikschule der Stadt Linz und der Creative Region Linz & Upper Austria bilden den theoretischen Überbau.

Zahlreiche weitere Kooperationspartner, von der Freien Szene über Universitäten bis hin zu Kultureinrichtungen von Stadt Linz und Land OÖ,
verankern das Stream Festival im Linzer Stadt- und Kulturgeschehen und machen erst ein so umfangreiches Programm möglich.

 

Talk
Drei Tage lang wird die Donaupromenade Urfahr zum musikalischen Zentrum des
Stream Festivals. Beginnend beim Ars Electronica Center, das neben Talks und
Workshops im Sky Loft, Seminarraum und dem SoundLab, freien Eintritt für alle unter 18
Jahren sowie ein musikalisches DeepSpace 8K Programm bietet. Dieses Vermittlungsund
Diskussionsangebot, welches mit dem Ars Electronica Center, der Musikschule der
Stadt Linz, der Creative Region Linz & Upper Austria, der Kunstuniversität Linz, den
Linzer Künstlern Fadi Dorninger und Mefjus sowie der Musikkantine umgesetzt wird,
ermöglicht sich über verschiedenste praktische bis theoretische Zugänge mit dem
Thema Digitalisierung in der Musik zu beschäftigen. Etwa in Produktionsprozesse hinein
zu schnuppern oder selbst kurze Musikstücke zu komponieren.

 

Stage
Das Festivalgelände erstreckt sich weiter entlang des Donauradweges zur Hauptbühne,
die mit 12 Live-Konzerten in drei Tagen volles Programm bietet. Stream Stage bringt in
Kooperation mit Ö1 und FM4 verschiedene Musikstile – von Indie-Pop über Elektronik
bis zu HipHop – und damit unterschiedliche Aspekte von Digitalisierung auf die Bühne.
Mit dem Eröffnungskonzert des Düsseldorfer Duos Grandbrothers auf der Ö1 Bühne ist
ein Act geglückt, der veranschaulicht, wie heutzutage digitale Technik und traditionelle
Klangformen miteinander harmonieren: Ein Konzertflügel wird von den beiden Musikern
sowohl klassisch mit den Händen als auch mit computergesteuerten Apparaten gespielt.
Daraus entsteht eine wunderbare Musik, die sich im populären Stil der Neo-Klassik
ansiedelt und alle Altersschichten gleichermaßen begeistert.

Headliner der FM4 Bühne am Freitag ist das englische Duo Mount Kimbie. Vor etwa
zehn Jahren hat dieses seine Karriere begonnen und den Begriff des Post-Dubstep
mitgeprägt. Ihr Sound hat sich seither, auch als Resultat der Arbeit an drei Alben und der
dazugehörigen Touren, immer mehr zum dem einer klassischen Band entwickelt. Auch
live wird das mittlerweile mit Band-Besetzung entsprechend umgesetzt. Da die Wohnorte
der beiden aber mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt liegen entsteht ihre
Musik allerdings immer noch sehr digital.

Weitere Highlights am Freitag sind der Auftritt der österreichischen Supergroup 5K HD,
mit Mitgliedern von Schmieds Puls und Kompost 3, sowie der teils oberösterreichischen
Band Hearts Hearts, die ihr neues Album mitbringt.

Mit der Hauptband am Samstag ist dem Stream Festival in seiner ersten Ausgabe ein
regelrechter Coup gelungen: Tocotronic haben in ihrer langen und unglaublich
erfolgreichen Bandgeschichte alle Aspekte der Erneuerung immer mit offenen Armen
aufgenommen und damit experimentiert, sind sich selbst dabei aber immer treu
geblieben. Beständigkeit ohne Verbitterung gehört ja vielleicht doch zu den oft
unterschätzen Soft Skills einer digitalen Ära. Zudem darf eine Band, deren Debütalbum
„Digital ist besser“ heißt, auch zwanzig Jahre später keinesfalls bei einem Festival
fehlen, das sich mit Musik und Digitalisierung auseinandersetzt. Mit ihrem großartigen
neuen Album sind sie im Sommer auf Tour, und die nächstgelegene Show in Salzburg
ist bereits ausverkauft.

Aber auch mit Auftritten der israelischen Gruppe Lola Marsh und des Norwegers
Gundelach hat der Stream-Samstag noch einige weitere Asse im Ärmel, bevor es sich
spät in der Nacht auf dies gesamte Innenstadt erweitert.

 

Club
Wenn die Bühnenlichter erlöschen, startet Stream Club. Am Freitag rund um das
Festivalgelände in Urfahr mit Stadtwerkstatt, Club Spielplatz, Grüner Anker
Jungendkirche Linz und Salonschiff Fräulein Florentine. Am Samstag wird das Stream
Festival zum Clubfestival mit weiteren Locations – Central, Club UNTEN im OÖ
Kulturquartier, Solaris und Kapu – in der Innenstadt. Etablierte Einrichtungen und
temporäre Clubs, die das pulsierende Nachtleben in Linz repräsentieren, zeigen ihre
inhaltlichen Schwerpunkte und geben Einblick in eine starke Szene.

Wie im Vorfeld schon erwartet geht es bei Stream Club recht elektronisch zu: Mit
Michael Mayer konnte dabei einer jener Menschen gewonnen werden, der als Musiker
und Chef des Kölner Labels Kompakt elektronische Musik entscheidend mitgeprägt hat.
Mit seinem Beitrag in der legendären DJ-Kicks Serie im vergangenen Jahr hat er wieder
aufhorchen lassen. Er wird am Samstag im als Club gestalteten Central ein
dreistündiges DJ-Set präsentieren. Ein starkes weibliches Live-Programm wird zum
Stream Festival in der Stadtwerkstatt geboten: Die Schwedin Klara Lewis wird mit ihren
Soundcollagen am Freitag zu Gast sein, J.Lamotta す ず め mit Band präsentiert am
Samstag Neo-Soul mit englischen und arabischen Texten.
Der englische Drum&Bass DJ Alix Perez wird einen Drum&Bass Abend im Club
Spielplatz am Freitag anführen. Selbiger Club verwandelt sich am Samstag dann auch in
den FM4 Club, mit dem der Radiosender auch einen Teil des Nachtprogramm
präsentiert. Mit der KAPU ist eine weitere Kult-Location der freien Szene vertreten. Dort
wird ein industrial-technoides Programm, angeführt vom Berliner Act Operant geboten.
Und auch der eigentlich bereits stillgelegte temporäre Club UNTEN im OÖ Kulturquartier
wird für das Stream Festival noch einmal seine Tore öffnen und mit von Fadi Dorninger
ausgewählten Acts aus dem Circuit Bending Umfeld (am Samstag auch als Workshop
vertreten) und der Techno DJ Miss Electric bespielt.
Festivalzentrum

Der Link zwischen dem indoor Programm im Ars Electronica Center und dem Open Air
Programm auf der Hauptbühne ist das Ars Electronica Maindeck, das als
Festivalzentrum fungiert. Hier präsentiert die Soundfactory der Musikschule der Stadt
Linz die Früchte ihrer Arbeit und bietet beim Warmup-Konzert „Sounds like Universie lite“
eine Vorschau auf den Workshop am Samstag und das große Musikschulkonzert am
Montag (4.6.) im DeepSpace 8K. Am Samstagnachmittag präsentiert der Recordstore
Musikkantine Raritäten und Besonderheiten auf Vinyl und damit auch eine
Gegenposition zur Digitalisierung, die aktuell wieder groß im Trend liegt. Das
Festivalzentrum ist Ort zum Verweilen und Stärken. Für das leibliche Wohl sorgen die
Gastronomiebetriebe vor Ort.

Oberösterreich am Stream Festival

Oberösterreichische Musikerinnen und Musiker und Kooperationspartner sind ein
wesentlicher Bestandteil des Stream Festival Programms. Das Festival präsentiert
dadurch nicht nur heimisches Musikschaffen sondern ist auch fest in der Szene
verankert.

So sind auch auf der FM4 Bühne gleich mehrere Musik-Acts mit Oberösterreich-Bezug
vertreten. Das steirisch-oberösterreichische Trio Viech präsentiert sein neues Album und viel Hang zur Eigenheit, der Linzer Rapper Def-Ill zeigt vor Publikum, was in seinen
Youtube-Sessions weit über die Grenzen hinaus ein großes Publikum begeistert, und die
zur Hälfte aus Oberösterreich stammende Formation Hearts Hearts ist ebenfalls mit
neuem Album im Indietronica Sound vertreten.

Die Club Schiene des Stream Festivals lebt nicht nur von engen Kooperationen mit
namhaften Einrichtungen der freien Szene und öffentlichen Einrichtungen, sie präsentiert
mit 15 DJs und Acts auch einen umfangreichen Querschnitt durch die heimische
Clubkultur.Und auch das Grundgerüst der Stream Talk Reihe bilden Kooperationen, allen voran mit
dem Ars Electronica Center, aber auch mit der Musikschule der Stadt Linz, der Creative
Region Linz & Upper Austria und der Kunstuniversität Linz. Mit einem von Wolfgang
Fadi Dorninger gestalteten Workshop und einem Drum&Bass Workshop mit dem Linzer
Star-Produzenten Mefjus sind auch heimische Inhalte gut vertreten und die
Musikkantine präsentiert in ihrem Pop-Up Recordstore natürlich unter anderem viel
Musik aus der Region.

Green Event
Das Stream Festival ist ein Green Event und setzt eine nachhaltige und
Ressourcenschonende Veranstaltungsplanung um. Es stehen eigens errichtete und
erweiterte Fahrradabstellplätze zur Verfügung für all jene, die mit dem Rad anreisen.
Neben der Vermeidung von Verpackungsmüll und Einwegverpackungen sieht das Green
Event Konzept eine recyclinggerechte Mülltrennung durch Müllsammelstellen vor.
Trinkwasserbrunnen bieten kostenlos Trinkwasser zum Durstlöschen.

 

Festivalguide
Der Eintritt zu allen Stream Festival Programmpunkten ist frei. Das gesamte Programm
geht ab sofort online. Die Anmeldung zum Stream Newsletter ist auf der Website
möglich. Für die Workshops und Talks während des Stream Festivals ist keine
Voranmeldung erforderlich. Für die Programmpunkte im Seminarraum und SoundLab
können sich Interessierte kurz vor Beginn beim Stream Infopoint vor dem Ars Electronica
Center anmelden. Der Zugang zum SkyLoft ist frei möglich. Ein weiteres Infopoint-Team
beim Festivalzentrum am Ars Electronica Center Maindeck steht Besucherinnen und
Besuchern als Anlaufstelle für Fragen zur Verfügung. Das Programmheft und der
Festivalfolder sind dort ebenfalls erhältlich. Die Gastronomie beim Festivalzentrum ist
täglich ab Festivalbeginn geöffnet. Die Getränkestationen und Food Trucks rund um die
Hauptbühne öffnen täglich ca. 30 Minuten vor Konzertbeginn. Aktuelle Informationen
rund um das Festivalgeschehen laufen über Facebook.