SONIC Grounds - Edition 4 site specific sound performance
SONIC GROUNDS ist ein experimentelles Musikformat, das site-specific Konzerte, Performances und Open Studios miteinander verbindet. Die einzelnen Editionen entstehen im Dialog mit der besonderen Architektur des Wiener Funkhauses und machen Musik als offenen Prozess erlebbar. Dabei treffen Inhouse Artists von NeverAtHome auf externe Musiker:innen und unterschiedliche künstlerische Perspektiven.
Die vierte Ausgabe von SONIC GROUNDS wird von Lorenz Vak kuratiert und widmet sich der Verbindung von Sound, Raum und Wahrnehmung. Dabei schwingt auch ein Hauch Nostalgie mit – als Erinnerung an eine Zeit, in der Musik noch aktiv gesucht werden musste, anstatt ständig verfügbar zu sein.
In den ehemaligen Ö1-Studios des Funkhaus Wien bricht die Veranstaltung mit dem klassischen Konzert-Setting. Statt zentraler Bühne und fixer Publikumsperspektive entsteht eine dezentrale Hörsituation, die dazu einlädt, sich durch den Raum zu bewegen und dessen Architektur als Teil der Performance zu erleben.
Zwischen POSTRAVE und experimentellen Klanglandschaften
Den Auftakt macht Natasha Moreno mit ihrem Projekt POSTRAVE, einer melancholischen Reflexion über das Verschwinden der Ravekultur zwischen Kritik und Hommage. Mit ihrem Buchla-Synthesizer entwickelt Moreno ein Live-Set, das zwischen Erinnerung und Auflösung schwebt.
Anschließend folgt ora et labora, das Alias der Wiener Musikerin und Producerin Leonie Tabea Kudler. Verträumte Synthesizer-Kompositionen, expressive Vocals und die treibenden Live-Drums von Alexander Yannilos schaffen intime und zugleich intensive Klanglandschaften.
Beide Performances werden von Live-Visuals begleitet und entfalten sich im dezentralen Setting des Funkhauses. Dadurch wird die Architektur selbst zu einem aktiven Bestandteil des Hörerlebnisses.
Programm
17:30 Uhr: Geführte Studiotouren & Open Artist Studios im Funkhaus
19:00 Uhr: Beginn der Performances
Die Artists
Natasha Moreno ist eine in Wien lebende Chemikerin und Live-Soundkünstlerin. In ihrer Arbeit verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und übersetzt Phänomene aus Musik, Chemie und selbstformenden sowie selbstzerstörerischen Prozessen in Installationen, Klangperformances und Skulpturen.
ora et labora verbindet Einflüsse aus Synthpop, Post-Punk, Industrial, Gabba und experimenteller Elektronik. Verträumte Synthesizer, hallende Vocals und treibende Beats bilden dabei eine rohe und zugleich zarte Klangwelt.
Alexander Yannilos ist Wiener Schlagzeuger, Produzent und Tontechniker und bewegt sich zwischen Jazz, improvisierter und zeitgenössischer Musik, Pop, experimenteller Clubmusik sowie Film- und Theaterproduktionen. Er ist unter anderem in Projekten wie MOTHERDRUM, /kry und P:Y:G aktiv.
Lorenz Vak ist Wiener Musiker und Künstler, dessen Arbeit sich zwischen Musik, visueller Kunst und kollaborativen Produktionsformen bewegt. Seit 2021 studiert er Digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Neben eigenen Projekten war er unter anderem Gitarrist in der Live-Band von Bibiza und arbeitet im Funkhaus regelmäßig mit Künstler:innen der Wiener Szene zusammen.
NeverAtHome ist eine urbane Kulturinitiative, die seit 2021 Ausstellungen, Performances und interdisziplinäre Projekte in Zwischennutzungen realisiert. Seit November 2024 bespielt die Initiative das ehemalige ORF Funkhaus mit 50 Studios für mehr als 75 Künstler:innen, Musiker:innen und Kulturschaffende.