2014
22
Donnerstag Mai

Son of the Velvet Rat

Chelsea Lerchenfelder Gürtel / U-Bahnbögen 29-30, 1080 Wien
Einlass: 21:00 Uhr Beginn: 21:00 Uhr
  • Abendkasse 15.00
  • Vorverkauf 13.00
Son of the Velvet Rat am 22. May 2014 @ Chelsea.

Son of the Velvet Rat

“Firedancer‘ ist im Gegensatz zu seinen in den USA eingespielten Vorgängern hauptsächlich in einem Grazer Studio entstanden. Mitgespielt haben dabei nicht nur Altzieblers Frau und musikalische Partnerin Heike Binder, die langjährigen Weggefährten Albrecht Klinger (diesmal am Bass) und Schlagzeugerin Anne Weinhardt, Matthias Loibner an der Bauernleier (zu Englisch ‚Hurdy Gurdy“), die Tastenspieler Martin Gasselsberger und Fabio Schurischuster, oder der auf ‚Sing for the Deaf“ zur Ukulele greifende Fritz Ostermayer, sondern auch neue Freunde wie der vielseitige Kolja Radenković (Gitarre, Mandoline, Trompete, Flügelhorn), Saxophonist Jani Šepetavec, Gitarrist Sasenko Prolić und Backing-Vokalistin Vesna Petković.
Letztere vier sind Teil jener bosnisch/serbisch/kroatischen Diaspora, die sich in den zwei Jahrzehnten seit dem jugoslawischen Bürgerkrieg in der immer schon spürbar slawisch gefärbten Metropole des österreichischen Südens angesiedelt hat. Dementsprechend anders auch die Färbung des kulturell gut durchmischten Heimspiels. ‚Was es nicht geworden ist, ist Americana“, bestätigt Altziebler, ‚Davon hab ich schon genug gemacht.“ Tatsächlich hatte er in der Abfolge der Alben “By My Side‘, “Playground‘, “Loss & Love‘, “Animals‘ und “Red Chamber Music‘ bis hin zur Covers-Kollektion “Reaper‘ die Mission des Imports von transatlantischem Flair zu einer Art Vollendung gebracht, der nicht mehr viel hinzuzufügen war.
Zwar hat Altzieblers Intimus und Uncle Tupelo- bzw. Wilco-Veteran Ken Coomer aus Nashville auch diesmal wieder einiges an Percussion-Spuren beigesteuert, und ein Song wie die filmisch atmosphärische Strand-Ballade “Day at the Beach‘ verdankt einiges ihrer Atmosphäre unbestreitbar den Chören der ‚Soul Sisters“ Gale Mayers und Angela Primm. Aber in Kolja Radenkovićs flirrender Mandoline, Heike Binders schwermütigem Akkordeon und dem Seufzen von Matthias Loibners Leierspiel klingt unüberhörbar die zentraleuropäische Seele des Songs durch.