Puscifer The Normal Isn't Tour
Komplex, verdreht und mit einer guten Portion Wahnsinn gekeltert – die Musik von Maynard James Keenan ist alles, nur nicht konventionell. Das gilt besonders für Puscifer, sein experimentelles Art-Rock-Projekt, das einst als Solo-Unternehmung begann und oft im Schatten seiner Bands Tool und A Perfect Circle steht.
Doch Puscifer ist weit mehr als ein Nebenprojekt: Es fungiert als unkonventionelles Vehikel für klangliches und visuelles Storytelling, das mit mittlerweile fünf Alben ein völlig eigenes Universum erschaffen hat. Mit gefeierten Performances auf Festivals wie Rock am Ring, Hellfest, Coachella, Bonnaroo und dem Download Festival begeisterte die Band weltweit ihr Publikum.
Zwischen hypnotischen Post-Rock-Strukturen, mesmerisierenden Synthesizer-Ketten, pulsierenden Beats, bluesigem Psych-Rock mit Desert-Einflüssen und modernem Alternative Rock erschafft Puscifer eine eigenständige Klangwelt. Ergänzt wird diese durch absurde und abstrakte Lyrics sowie eigens geschaffene Charaktere, die das kreative Gesamtwerk zu einer Art musikalischer Freakshow machen.
Mit dem fünften Album „Normal Isn’t“ im Gepäck kommt Puscifer Ende Oktober dieses Jahres für eine exklusive Show nach Deutschland in die Uber Eats Music Hall Berlin.
Der Beginn des Pusciverse
Bereits mit dem Debütalbum „V Is For Vagina“ und dem Erfolgstrack „Momma Sed“ gelang Puscifer 2007 der Einstieg in die Top 25 der Billboard 200.
2009 wurde „The Humbling River“ von der EP „C Is For (Please Insert Sophomoric Genitalia Reference Here)“ zum bis heute erfolgreichsten Song des Projekts. Seit dieser Zeit sind auch die britische Singer-Songwriterin Carina Round sowie Multiinstrumentalist Mat Mitchell feste Bestandteile von Puscifer. Längst versteht sich das Projekt als kreatives Kollektiv rund um dieses Trio.
2011 folgte das Album „Conditions Of My Parole“, ehe „Money Shot“ den experimentellen Ansatz zwischen Art Rock, Alternative Rock und Industrial weiter vertiefte. Songs wie „Agostina“, „Grand Canyon“, „The Arsonist“ oder „The Remedy“ wurden zu zentralen Stücken dieses Sounds.
Von Yellowstone bis „Normal Isn’t“
Nach dem Beitrag zum Soundtrack der ersten Staffel von „Yellowstone“ (2018) und dem Album „Existential Reckoning“ (2020) widmete sich Puscifer mehreren Remix-Projekten, darunter „V Is For Versatile“ (2022) und „Existential Reckoning: Rewired“ (2023), sowie insgesamt fünf Livealben.
2025 folgte eine Kollaboration mit Primus auf dem Song „Little Lord Fentanyl“, ehe das Best-of-Album „In Case You Were Napping“ erschien.
Ab Oktober 2025 veröffentlichten Puscifer schließlich die Singles „Self Evident“, „Pendulum“ und „ImpetuoUs“ als Vorboten des neuen Albums „Normal Isn’t“.
Die Platte erschien Anfang Februar 2026 und wurde unter anderem vom Metal Hammer für ihre „rohen Kanten der Gitarre“ und ihre Eingängigkeit „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ gelobt.
Das „Pusciverse“
Neben ikonischen Figuren wie Billy D, Hildy Berger, Major Douche und Special Agent Dick Merkin erweitern auf „Normal Isn’t“ neue Charaktere wie Bellendia Black und Fanny Grey das sogenannte „Pusciverse“ – eine narrative 21st-Century-Freakshow, die Musik, Kunst, Performance und absurde Erzählwelten miteinander verschmelzen lässt.
Puscifer bleibt damit eines der eigenwilligsten und kreativsten Projekte moderner Alternative- und Art-Rock-Musik.