2019
01
Freitag November

Pauls Jets & Pippa

Orpheum Graz Orpheumgasse 8, 8020 GRAZ
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Beginn: 20:00 Uhr
  • Stehplatz 16.90
Pauls Jets & Pippa am 1. November 2019 @ Orpheum Graz.
  • Pauls Jets

Pauls Jets ist adoleszenter Irrsinn – anno 2018- vertont. Ein 20-jähriges Pop-Genie namens Paul; einer der die Regeln bricht, weil er sie nicht kennt. Poet, Soundfrickler und Punk in einem. Ein Posterboy des postpostpostmodernen anything goes. Dazu Songs wie „Üben“, „Diese Villa ist verlassen“ oder auch „Fresha Frusciantea“, die in ihrer fragilen Souveränität an den jungen Nino aus Wien erinnern; freilich ohne dessen versöhnliche Volkstümlichkeit auszustrahlen. Alternative Hits für eine unsichere Zukunft; fabriziert im Kinderzimmer eines jungen, schmächtigen Wieners.

Paul ist eine Sphinx; seine Band, die Jets, ein loser Haufen gleichjunger Querdenker.

Was nicht zusammengehört wird in unerschrockener Verhuschtheit so zusammengefügt das kleine Pop-Meisterwerke entstehen, die einen staunend zurücklassen, die Sinn machen, die bewegen ohne sich zu erklären; wie hat er das gemacht, was sind seine Einflüsse? Egal. Mit Paul Buschnegg betritt ein Wunderkind die Bühne, einer der noch große Spuren im heimischen Pop hinterlassen wird.

Dies ist seine Sturm & Drang-Periode! Das sind die Jets. Alle Songs bisher.

PIPPA
Kann Pop leichtfüßig und schwermütig in einem sein? Er kann; besser: sie kann. Pippa, Die neueste Entdeckung der Häuser Redelsteiner und Lotter ist eine Erscheinung wie sie nur alle heiligen Zeiten auftaucht; ihre raffinierten, sich sofort im Gehörgang einnistenden Song scheinen ihr aus einer anderen Dimension zuzufliegen, so leicht und erhaben zugleich klingt das alles. Dazu diese Ausstrahlung: Hollywood-Diva meets Mädchen von nebenan. Die Grandezza eines 60s-James Bond Scores mit der lieblichen Nonchalance einer jungen Wienerin kombiniert. Großes Kino aus dem Gemeindebau, quasi. Bei der Umsetzung im Studio haben Herwig Zamernik (Naked Lunch, Fuzzman) und Hans Wagner (Neuschnee, das trojanische Pferd) assistiert; aber die Chefin (bzw Songwriterin) war und ist immer Pippa. Das hört man der Platte an; hier agiert eine Künstlerin mit Vision. Abgegriffene Schubladen gibt es hier nicht; Pippa entwirft ihren eigenen Kosmos, ihre eigene Kategorie, und es macht Spaß – es macht Spaß, weil es funktioniert. Pippa der große weibliche Popstar, der diesem Land der überragenden Bubenbands noch gefehlt hat.