Wen rufen sie denn, die beiden Protagonisten des Mondlabors? Es gibt so viele Möglichkeiten, die Erde zu betrachten und ehrlich gesagt waren Ángela Tröndle und Wolfgang Zamastil noch nicht im All. Ist auch gar nicht nötig, denn was man auf ihrem Debutalbum Calling findet, hat weniger mit luftleerem Raum zu tun als mit Zuständen, die seinen Eigenschaften ähnlich sind. Sie scheinen nicht greifbar und trotzdem so mächtig, dass sich alles verändert, was damit in Verbindung steht.
Die Musik von LUNA*LAB versteht sich von selbst, sie ist süchtig nach Wärme und Schönheit, ohne davon zu wissen. Dichte Arrangements sprechen mit gelassener Klarheit und komplexe Strukturen mit der Leichtigkeit eines Folksongs. LUNA*LAB genießen den spannenden Umgang mit (Un)bekanntem und Erinnerung. Sie sehen den Pop als Spielwiese, nicht als Forschungsprojekt oder Eitelkeits-Kathalysator:
Man darf sich vom Mondlabor also durchaus angesprochen fühlen, denn wer gerufen wird, der spitzt automatisch die Ohren, was durchaus belohnt wird.