2027
18
Donnerstag Februar

LAIBACH MUSICK - Tour

Arena Wien Baumgasse 80, 1030 Wien
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Beginn: 19:00 Uhr
  • Vorverkauf 47.30
LAIBACH am 18. February 2027 @ Arena Wien.

Das slowenische Kollektiv Laibach hat Details zu seinem neuen Album MUSICK bekannt gegeben, dem ersten Studioalbum mit eigenem Originalmaterial seit Spectre aus dem Jahr 2014. Auf MUSICK feiern und kritisieren Laibach zugleich spielerisch unsere gegenwärtige Ära verzerrter Realität und greller KI-Nachahmungen – mit einer Sammlung unbestreitbar eingängiger Popmusik, die sich einer hyperbeschleunigten Postmoderne hingibt.

Der Albumtitel MUSICK ist der Schlüssel zu dieser Dualität. Er spricht von Übersättigung, davon, der Musik überdrüssig zu sein in einer Zeit, in der es so viel davon gibt, dass wir uns kaum noch wirklich damit auseinandersetzen können. Mehr als 100.000 neue Tracks werden täglich online hochgeladen, und eine zunehmende Zahl von Songs sind KI-Kreationen – digitaler Abfall.

Wie bei so vielen Aspekten des modernen Lebens lässt uns mittlerweile selbst der einfache Akt des Musikhörens die Realität hinterfragen. MUSICK thematisiert diese Krankheit durch seine sich ständig verändernden Sounds und Bezugspunkte, spricht aber gleichzeitig von einer anderen Art von Krankheit: einer pathologischen Hingabe an die Musik – „eine Obsession, eine Art Droge“ –, die Laibach auch in dieser Ära der Übersättigung weiterhin antreibt.

Allgorhythm feat. Wiyaala

Das Album startet heute mit „Allgorhythm“, featuring der ghanaischen Sängerin Wiyaala. Der Track wurde gemeinsam mit Pop-Produzent Richard X produziert, der vor allem für seine Arbeit mit Sugababes, Goldfrapp, New Order und Kelis bekannt ist.

Begleitet wird der Song von einem ausgelassenen Video mit Laibachs bedeutendem Frontmann und Wiyaala, das darauf ausgelegt ist, euren Algorithmus in die bestmögliche Richtung zu lenken.

Dieser Vorgeschmack auf das Album ist ein gewagtes Mash-up aus elektronischen Pop-Tropen, Hooks und Beats. Inhaltlich wie formal setzt der Track die manipulative Natur von Algorithmen geschickt mit jener der Musik selbst gleich – beides sind Zauber, unter deren Kontrolle wir uns wiederfinden.

Laibachs Pop-Ausrichtung erregte kürzlich die Aufmerksamkeit des slowenischen öffentlich-rechtlichen Senders RTV, der „Allgorhythm“ als möglichen offiziellen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 ins Auge fasste, bevor RTV Ende vergangenen Jahres seine Teilnahme am Wettbewerb zurückzog.

MUSICK: Intensiv Pop, intensiv Laibach

Bei der Entstehung des Albums in ihrem Studio in Ljubljana verfolgte die Gruppe einen maximalistischen Ansatz. Sie umgaben sich mit jedem Artefakt zur Musikproduktion, das sie finden konnten – von analogen Synthesizern über Spielzeug bis hin zu Computern voller Sound-Apps – und luden Kollaborateur*innen aus Slowenien und darüber hinaus ein, darunter die langjährige Wegbegleiterin Donna Marina Mårtensson und den Electropop-Produzenten Richard X.

Sie tauchten tief in ein breites Spektrum zeitgenössischer Musikproduktion ein, von K-Pop und J-Pop bis zum Eurodance der 90er-Jahre.

„Unser wichtigster Einfluss und Bezugspunkt blieb jedoch Laibach selbst“, sagen Laibach, „in all unseren Schattierungen, Variationen und historischen Transformationen.“

MUSICK ist intensiv Pop, aber ebenso intensiv Laibach.

Pressestimmen

„Alamut ist schrecklich, beängstigend, aber auch relevant; ein Ausdruck von Macht, der durch seine Momente der Anmut und Schönheit umso verstörender wirkt.“
– The Wire

„Große Kunst als Reaktion auf beunruhigende Ereignisse ist auch im Laibach-Kanon nichts Neues, obwohl Alamut mit ziemlicher Sicherheit das atemberaubendste Werk ist, an dem sie in ihrer mittlerweile über 45-jährigen Karriere beteiligt waren.“
– The Quietus, Album of the Week

„Perfekt und vorhersehbar unvorhersehbar.“
– Electronic Sound (Love is Still Alive EP)

„… mitreißend, lustig und zum Nachdenken anregend.“
– The Guardian (The Sound of Music)

„… ein perfektes Vehikel für die Themen, die die Gruppe beschäftigen.“
– MOJO (Wir sind das Volk)