2013
11
Dienstag Juni

Empört Euch! NachwuchsTheaterWettbewerb

Theater Drachengasse Fleischmarkt 22, 1010 Wien
Map
Einlass: 20:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
  • Abendkasse 16.00
  • Vorverkauf 16.00

Gewinne 2 x 2 Karten

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Letzte Chance ... vorbei! Dieses Gewinnspiel ist bereits vorüber. Die glücklichen Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt.
Teilnahmeschluss: 08. Juni 2013

VOLUME verlost 2×2 Tickets für 11. Juni!

Empört euch! Nachwuchs-Theater-Wettbewerb 2013 – Das Finale

Ab 3. Juni 2013 findet das Finale des Nachwuchs-Theater-Wettbewerbs 2013 Empört euch! statt. Aufgrund der hohen Anzahl, vor allem aber der besonderen Qualität der Einreichungen, haben wir in diesem Jahr vier Projekte für das Finale ausgewählt. Die vier FinalistInnen präsentieren ihre 20-Minuten-Projekte in einer dreiwöchigen Spielserie.   

I Do It My Way!
Heimwerker-Performance
Von und mit: Fabian Faltin (Heimwerkerprofi) und Elisabeth Hager (Do-It-Yourself-Enthusiastin)

Ob Carport oder Hippie-Hütte, Einfamilienhaus oder Occupy-Zeltcamp: ein Dach über dem Kopf braucht jeder. In der Heimwerker-Performance I Do It My Way verfällt eine junge Heimwerker-Enthusiastin (Elisabeth Hager) den verführerisch einfachen Tipps eines Baumarkt-Profis (Fabian Faltin) und beschließt, sich ihr Traumhaus selber zu bauen. Bohrer, Akkuschrauber und Radio Arabella laufen schon auf Hochtouren, da ertönen plötzlich merkwürdige Durchsagen im Dachgebälk. Eine Aufforderung zur Revolution? Die mahnende, patriarchalische 1950er-Stimme ihres Großvaters? Oder gar der Selfman höchstpersönlich? Rasch kommt die Heimwerkerin in Gewissensnot, und die Baustelle droht außer Kontrolle zu geraten …

Die Kümmerinnen
Ein Quadrolog
Text: Katharina Tiwald  Regie: Julia KneusselAssistenz: Sara Lesky Rechte bei Edition Ausblick
Es spielen: Anna Maria Eder, Pippa Galli, Katharina von Harsdorf, Viktoria Hillisch

Vier Stimmen, eine Sinfonie: das Libretto des Gender- und Emanzipationsvokabulars, das so klingt, als hätte es nichts mit uns zu tun, kommt hier aus den Mündern von vier Menschen der Spezies Frau: Von der Macchiatomutter über den Karriereknick zum Binnen-I kommend, liefern sich die Stimmen eine phonetische Materialschlacht. Weibliche Wut mit lyrischem Format! Vorhang auf für den Chor der Kümmerinnen!

Occupy Burgtheater
Von Sandra Jungmann und Bernd Watzka  
Regie: Steffen JägerBühne: Sabine Freude  Kostüm: Aleksandra Kica  Assistenz: Simon Brader
Es spielen: Bernd-Christian Althoff, Stephan Bartunek, Florian Haslinger, Saskia Klar

Aufstand, Rebellion, Anarchie – und gelacht werden darf auch: Drei Wiener Kleinbühnenschauspieler starten in der Komödie Occupy Burgtheater ihren privaten Feldzug gegen das Theater-Establishment. Sie demonstrieren vor dem Burgtheater lautstark gegen Bundestheater-Privilegien und gegen die „Teutonisierung“ des österreichischen Theaterbetriebs. Burg-Direktor Matthias Hartmann stellt sich seinen Kritikern und wird von ihnen als Dank zum politischen Gefangenen erklärt. Revolutionsimmanente Planlosigkeit, Uneinigkeit und künstlerische Bestechlichkeit führen den beherzten Aufstand jedoch rasch ins Chaos – und zu einem überraschenden Schluss, der die Rebellion, ja sogar die gesamte Inszenierung des Stücks in Frage stellt.

Achtundsechzig Jahre Kriegsfreiheit 
Text: Leon Engler  Regie: Michael Schlecht  Bühne: Maria Pavlova
Es spielen: Wojo van Brouwer, Martin Vischer

Leon Engler theamtisiert in seinem Stück 68 Jahre Kriegsfreiheit unter der Regie von Michael Schlecht das irritierende Gefühl, das aufkommen kann, wenn ein Krieg für lange Zeit ausbleibt. ‚Die Unerträglichkeit des Friedens‘, nennt Tazar, eine der beiden Hauptfiguren des Stücks, diesen Zustand. Tazar, Jahrgang 198x, kann sich den anderen Zustand nicht vorstellen, er hat nur eine Vorahnung. Er ahnt, dass Krieg ein System bietet, in das er sich einordnen kann und entwickelt eine regelrechte Lust auf Unfreiheit. Gekränkt von der eigenen Bedeutungslosigkeit, ohne Ziel, ohne inneren Auftrag, hängt er im luftleeren Raum. Er hat einfach zu viele Möglichkeiten. Aber wie lässt sich das als ernstzunehmende Beschwerde formulieren? Darf er sich überhaupt beschweren?