Eleven Empire: Die Nerven + Limes
Gewinne 1 x 2 Karten
Teilnahmeschluss: 10. November 2004
Die Nerven
Nun, der mit „Fluidum“ etwas unfreiwillig gesetzte Stempel der 80er Jahre wird auf „Fun“ mit etwas Spucke leicht abgerubbelt – „Fluidum“ war eigentlich gar nicht als direkte Reminiszenz gedacht, sondern entstand mehr zufällig als der Sound, der rauskam, als sich die drei Jungs aus Süddeutschland im Proberaum trafen, und das mit recht bescheidenen Mitteln statt einem Masterplan in der Tasche.
Also, was ist jetzt andres auf „Fun“? Die Drei machen immer noch ablehnender Proberaum-Rumpelsound, direkt und ehrlich, Post-Punk-Gestammel als Gesang und als zentrale Themen die Langeweile, die Sehnsucht & die Angst. Das Unbequeme macht die Band immer noch interessant, in 2014 ist man ja nun auch wirklich satt genug von glattgebügelten Produktionen.
‚Alles wie gehabt, nichts hat sich verändert‘ skandiert Max und scheint auch sich selbst damit zu kritisieren? Denn viel Neues bietet die Platte nicht, es wird etwas mehr mit Hallgeräuschen gearbeitet und der Gesang ist verglichen zum Debut etwas melodischer. Aber Neuerung ist auch gar nicht nötig, um die hypnotischen Twen-Depressionen bunt anzumalen. Und ein Pop-Chamäleon hat ohnehin niemand erwartet.
Vielmehr gräbt die Band sich noch tiefer ein, ein Stellungskrieg gegen Alles da draußen. Der Überhit heißt passenderweise ‚Angst‘, ungewohnt melodisch, versehen mit klassischer New Wave/Post-Punk-Akkordfolge, man kann hier nicht mehr unterscheiden, ob Sänger Max sich als Außenseiter inszeniert, oder ob er einfach einer ist.
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Die! Die! Die!
Genauso fühlt sich „S.W.I.M.“ an und um es vorweg zu sagen, die Entwicklung die DIE! DIE! DIE! mit ihrem 5ten Album nehmen war abzusehen und sie steht dem Trio aus Auckland / Neuseeland mehr als gut.
Schaffen sie es doch mit „S.W.I.M.“ dem bösen Wort Pop seine unmittelbaren Assoziationen wie Belanglosigkeit und Oberflächlichkeit zu nehmen und perfekt mit ihrem Sound aus Shoegazer und Noise zu kombinieren. So ist „S.W.I.M.“ vielmehr ein Album auf der Suche, auf der Suche nach Antworten. Antworten denen vielleicht auch Zach Harper nachjagte, welcher auf dem von Mark Rutledge gestalteten Artwork abgebildet ist.
Highspeed-Tempo, 90er Jahre Emo, Michael Logie’s groovende Bassläufe, Andrew Wilsons flimmerndes Feedback und leicht aufgekratzter Gesang und natürlich immer wieder und wieder Michael Prains treibendes Schlagzeugspiel. Zerrissenheit erzeugt Spannung, das macht den Reiz von „S.W.I.M.“ aus, denn und das ist dann auch die Kunst, spielen DIE! DIE! DIE! doch genau mit all diesen Eindrücken, welche sie auf ihrer Suche seit 2003 aufgesogen haben.
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Limes
International Version: Music to destroy every party!