Mittlerweile schon eine Institution im Sommer. Jeden Mittwoch spielen für Euch bei freiem Eintritt angesagte und hörenswerte Acts aus dem In- und Ausland im B72.
Die Türen öffnen sich bereits um 19 Uhr, unsere Gartenbar lockt mit frischen kühlen Bierchen im Freien, der Gürtel wird zu Miami Beach.
MEL
Im Jahr 2008 machte die junge Salzburgerin MEL erstmals mit ihrem Mini-Album ‚Changing‘ auf sich aufmerksam. Die spärlich instrumentierten, von Neil Young inspirierten Tracks faszinierten gerade durch ihre Einfachheit und MELs markanter Stimme. Der Titelsong ‚Changing‘ landete auf der ‚FM4 Soundselection Vol.19‘ und mit ‚Read Your Mind‘ gelang der Künstlerin eine mehrwöchige Platzierung in den FM4 Charts.
Mit ihrem ersten Longplayer ‚Escape The Cold‘ (FreeFall Records) verfeinerte MEL 2010 ihren eleganten Westcoast-Sound der späten Sechziger sowie frühen Siebziger angelehnten Folk-Pop und erntete mit diesem ‚reifen Albumdebüt‘ (Der Standard) prompt hervorragende Kritiken.
Es folgten eine Amadeus-Nominierung und der in Großbritannien mit dem ‚The
Seesaw‘ Frontman Stootsie und dortigen Musikern aufgenommene Zweitling ‚King Street‘ – eine gleichzeitige Erweiterung von MELs Sound in so verschiedene Richtungen wie Soul-Pop, Coldplay-affinen Indie-Rock, ätherische Shoegazerei und sonnengeküsste Americana. Getragen von MELs außergewöhnlicher Stimme werden all diese Ansätze fließend
vereint. Die Single ‚Don`t Look Back‘, der Vorbote ihres 3ten Albums ‚Go Or Run‘ schließt nahtlos an den vielgepriesenen Vorgänger ‚King Street‘ an. Mit der vielschichtigen Instrumentierung katapultiert sich MEL schwerelos in melodieseligere Dimensionen des Indie Pop.
Im Video zu ‚Don`t Look Back‘ schwebt sie – passend zur Leichtfüssigkeit des Songs – durch kalifornische Landschaften wie der endlosen ‚Joshua Tree‘ Wüste und den paradiesischen Surfer-Stränden von ‚Encinitas‘.
STUARD
Nicht nur, dass der Typ so heiß ist, dass Frauen als auch Männer nicht fest am Stuhl sitzen bleiben können, wenn das Video ‘Away from my Love’ (Link siehe unten) läuft, er kommt mit einer sprachlichen Direktheit daher, die selbst ein gewiefter Songschreiber wie Lenny Kravitz kaum überbieten kann. Fast schon a bissl deutsch, könnte man meinen spricht Stuard aus dem Herzen direkt ins Herz hinein. Wenn einen der Takt nicht kriegt, dann gehen die Melodien unter die Haut. Und wen die Melodien nicht kriegen, den berührt die klare Stimme des gebürtigen Oberösterreichers.
Stuards Rezept ist nicht konzipiert. Es ist einfach und echt : Authentizität gemischt mit der Fähigkeit über Gefühle zu sprechen. Und zwar nicht in gewohnter Schmerzensmann-Lethargie, sondern reflektiert und erlebt. Zudem gepaart mit einem sehr männlichen Äußeren, sexy Hüftschwung á la Stones und britischem Rock’n Roll Appeal. Achja, und guter Mucke zum Mitsingen oder Mittanzen. Was bitte braucht man noch mehr?