2014
12
Mittwoch November

Eleven Empire: Die Nerven + Limes

Rockhouse Salzburg Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg
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Einlass: 19:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
  • Abendkassa 13.00
  • Vorverkauf 10.00

Gewinne 1 x 2 Karten

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Teilnahmeschluss: 10. November 2004

Die Nerven

Fick dich Alter! Das hier ist also dieses schwierige zweite Album? Eineinhalb Jahre nach ihrem viel gelobten Debütalbum „Fluidum“ geht es scheinbar sorglos da weiter, wo sie, nicht zuletzt gerade auch Live reichlich erprobt, eh` schon ein kurzen Stopp eingelegt hatten. Alles beim Alten also?

Nun, der mit „Fluidum“ etwas unfreiwillig gesetzte Stempel der 80er Jahre wird auf „Fun“ mit etwas Spucke leicht abgerubbelt – „Fluidum“ war eigentlich gar nicht als direkte Reminiszenz gedacht, sondern entstand mehr zufällig als der Sound, der rauskam, als sich die drei Jungs aus Süddeutschland im Proberaum trafen, und das mit recht bescheidenen Mitteln statt einem Masterplan in der Tasche.

Also, was ist jetzt andres auf „Fun“? Die Drei machen immer noch ablehnender Proberaum-Rumpelsound, direkt und ehrlich, Post-Punk-Gestammel als Gesang und als zentrale Themen die Langeweile, die Sehnsucht & die Angst. Das Unbequeme macht die Band immer noch interessant, in 2014 ist man ja nun auch wirklich satt genug von glattgebügelten Produktionen.
‚Alles wie gehabt, nichts hat sich verändert‘ skandiert Max und scheint auch sich selbst damit zu kritisieren? Denn viel Neues bietet die Platte nicht, es wird etwas mehr mit Hallgeräuschen gearbeitet und der Gesang ist verglichen zum Debut etwas melodischer. Aber Neuerung ist auch gar nicht nötig, um die hypnotischen Twen-Depressionen bunt anzumalen. Und ein Pop-Chamäleon hat ohnehin niemand erwartet.

Vielmehr gräbt die Band sich noch tiefer ein, ein Stellungskrieg gegen Alles da draußen. Der Überhit heißt passenderweise ‚Angst‘, ungewohnt melodisch, versehen mit klassischer New Wave/Post-Punk-Akkordfolge, man kann hier nicht mehr unterscheiden, ob Sänger Max sich als Außenseiter inszeniert, oder ob er einfach einer ist.

https://www.facebook.com/deinemutteralter

Die! Die! Die!

Stellt Euch vor ihr steht auf dem Golfplatz und habt ein Eagle und elf Hole-in-one, dreht Euch dann um, zahlt die Runde, setzt Euch in euer altes Auto und fahrt davon.

Genauso fühlt sich „S.W.I.M.“ an und um es vorweg zu sagen, die Entwicklung die DIE! DIE! DIE! mit ihrem 5ten Album nehmen war abzusehen und sie steht dem Trio aus Auckland / Neuseeland mehr als gut.
Schaffen sie es doch mit „S.W.I.M.“ dem bösen Wort Pop seine unmittelbaren Assoziationen wie Belanglosigkeit und Oberflächlichkeit zu nehmen und perfekt mit ihrem Sound aus Shoegazer und Noise zu kombinieren. So ist „S.W.I.M.“ vielmehr ein Album auf der Suche, auf der Suche nach Antworten. Antworten denen vielleicht auch Zach Harper nachjagte, welcher auf dem von Mark Rutledge gestalteten Artwork abgebildet ist.

Highspeed-Tempo, 90er Jahre Emo, Michael Logie’s groovende Bassläufe, Andrew Wilsons flimmerndes Feedback und leicht aufgekratzter Gesang und natürlich immer wieder und wieder Michael Prains treibendes Schlagzeugspiel. Zerrissenheit erzeugt Spannung, das macht den Reiz von „S.W.I.M.“ aus, denn und das ist dann auch die Kunst, spielen DIE! DIE! DIE! doch genau mit all diesen Eindrücken, welche sie auf ihrer Suche seit 2003 aufgesogen haben.

https://www.facebook.com/diediedieband

 

Limes

 

Limes wurde 2013 in Salzburg, Austria gegründet. Limes fühlt sich vor allem in den Gefilden lärmverliebter usamerikanischer Untergrund-Rockmusik der 1990er Jahre beheimatet. So lässt sich das tonale Programm, dramatisch skizziert, als eine Assoziation noisegetränkter Gitarrenwände, druckvoller Rhythmik, wutbasierter Lyrik und einer gehörigen Portion Dreck charakterisieren. Hintergründig liegt eine symbolische Facette der Bemühungen einer Grenzthematisierung, der praktischen Grenzziehung, -etablierung, -dekonstruktion und -rekonstruktion.
International Version: Music to destroy every party!

http://www.thisislimes.com/