Unter keinem guten blutroten Mond
Crimson Moon Review
Ein weiteres Roguelike-Soulslike hat das Licht der Welt erblickt. In Crimson Moon übernehmt ihr die Rolle eines Nephilim, Mischling aus Engel und Mensch, der mal Eben wieder so auf der Erde aufräumen soll. Ausgestattet mit einem Arsenal an Ausrüstung und übermenschlichen Fähigkeiten begeben wir uns auf zahlreiche Läufe.
Eure Stadt Gildenarch ist einer Horde an sonderbaren Monstern zum Opfer gefallen. Als übermenschlicher Nephilim, halb Mensch halb Engel, seid ihr Teil einer Aufräum-Aktion die Gildenarch zurückerobern möchte.

Dabei hat Crimson Moon seine Wurzeln im Soulslike Genre angesiedelt. Das bedeutet ihr könnt euch auf die Erkundung von doch eher linear gehaltenen Spielewelten unterschiedlichster Biome und das bekämpfen der vor Ort herrschenden Feinde einstellen. Aber je Run, also aktueller Versuch eurer Mission, öffnen sich unterschiedliche Pfade auf eurer Reise und so kommt ein bisschen, wenn auch nicht viel, Abwechslung in euren Spieldurchlauf.

Nach einem kurzen Prolog findet ihr euch in euerer Hauptburg wieder. Hier starten eure Vorbereitungen auf euren nächsten Lauf. Ihr könnt dabei einen Lauf allein oder im Koop-bestreiten. Als erstes wählt ihr eure nächste Mission und einen Schwierigkeitsgrad fest. Zu Beginn steht euch nur ein einfacher und ein normaler Schwierigkeitsgrad zur Verfügung. Mit steigender Levelstufe, die ihr durch Erfahrungspunkte für das Abschließen von Missionen, Nebenaufgaben oder einfach Besiegen von Feinden erhaltet. Die Missionen werden entlang einer Geschichte freigeschalten oder können beliebig oft wiederholt werden.

Anschließend empfiehlt es sich alle NPCs vor Ort abzuklappern ob gerade Nebenmissionen offen sind und diese auf euren Lauf mitzunehmen. Vergesst nicht abgeschlossene Nebenmissionen nach einem Lauf auch wieder abzugeben und gegen Gold und/oder Erfahrungspunkte einzutauschen.

Als Nächstes wählt ihr noch aus eurem Pool an Ausrüstung, wie ihr in den nächsten Lauf startet und los geht’s. Auf eurem Lauf müsst ihr in drei Abschnitten eine Aufgabe lösen, um euch am Ende einem Bosskampf zu stellen. Bei den Aufgaben geht von Besiegen aller Feinde bis hin zum Erledigen eines Elitegegners. Dabei müsst ihr oft das Gebiet ausreichend gut erkunden, damit kein Feind auf der Strecke bleibt. Pro besiegten Feind winken Erfahrungspunkte und manchmal auch Gold oder andere Ausrüstungsobjekte.

Letztere könnt ihr direkt im Lauf austauschen oder in euer Inventar mitnehmen und aus dem Lauf retten. Damit stehen diese euch für den nächsten Lauf als Startausrüstung zur Verfügung. Auch euer Gold bleibt euch nach Ende eines Laufes erhalten. Damit könnt ihr in der Hauptburg Items freischalten oder Ausrüstungsobjekte verbessern.

Nur eine temporäre Währung in Form von Templarmünzen oder ähnlichem geht bei eurem Abelgeben verloren. Diese hilft euch während eines Laufes nutzbare Items, wie Gesundheitstränke oder Wurfhacken wieder aufzufüllen.

Je nach gewählter Schwierigkeit und aktueller Ausrüstung gelingt euch eine Mission Mal schneller Mal eben nicht. Ihr habt auf eurer Mission dank Engelsfähigkeiten auch mehrere Wiederbelebungen sowie bei ausreichend Energie die Möglichkeit in eure Engelsform zu wechseln.

Für die Hauptgeschichte werdet ihr etwa 10-15h brauchen. Ihr werdet aber länger brauchen, wenn ihr alle Nebenaufgaben, Erfolge/Trophäen, sowie Sammelobjekte erlangen wollt. Für einen Abschluss der Geschichte benötigt ihr einen kompletten Lauf. Wenn ihr dabei scheitert, müsst ihr wieder von vorne anfangen.

Zum Release ist Crimson Moon für PC, PS5 und Xbox X/S verfügbar und ist in verschiedenen Editionen erhältlich:
Die Standard Edition positioniert sich für Konsolen bei etwa €20
Die Deluxe Edition gibt es dann für etwa €30. Hier bekommt ihr zusätzlich das Ceremonial Armor Set und die Waffe Axe of the Gods. Außerdem sollen Post-Launch Erweiterungen enthalten sein, die aber nicht näher spezifiziert wurden.
Fazit
Was mit einem guten Prolog beginnt, endet für uns auch ein bisschen damit. Crimson Moon zeigt alles, was es zu bieten hat bereits in den ersten Spielminuten. Die darauffolgende Storyline, sowie weitere Ausrüstung und Upgrade Möglichkeiten holen uns leider nicht ab. Vor allem nach zahlreichen repetitiven Läufen bleibt der Spaß etwas auf der Strecke, da trotz versprochener Vielfalt eine Monotonität einkehrt. Wir hoffen das Probably Monster hier von einer Early Access Version ausgeht und uns in naher Zukunft noch überraschen wird.
— Fabian PadrtaDas Gute
+ Lore und Setting
+ Gute Ansätze erkennbar
Das Schlechte
- Unzufriedenstellende Kämpfe
- Monotone Läufe