2026
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Samstag September

Smoking Kills Musiktheatertage Wien 2026

Theater im Nestroyhof - Hamakom Nestroyplatz 1, 1020 Wien
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Beginn: 19:30 Uhr
  • Vollpreis 24.00
  • Ermäßigt 16.00
Smoking Kills am 26. September 2026 @ Theater im Nestroyhof - Hamakom.

Auf der Suche nach einer Antwort auf die quälende Frage, warum die Neue Musik keine Hörer hat und auch ihm selbst hässlich erscheint, begegnet ein junger Komponist in einer Zeitreise dem „Vater der Avantgarde“: Anton Webern, der in den letzten Kriegstagen 1945 vor der Bombardierung von Wien in ein Alpendorf flüchtete. In sechs Begegnungen gibt der Meister dem jungen Kollegen Auskünfte über seine Kunst, doch werden diese zunehmend zur Farce, wenn auch mit tragischem Ausgang.

Hinter dieser Satire auf Basis historischer Dokumente verbirgt sich die Frage, wie Millionen Deutsche und Österreicher:innen im Nazi-Regime lebten, die NICHT verfolgt wurden und wirft ein Licht darauf, wie wir Heutige uns in einem von totalitärer Ideologie geprägten Unrechtsstaat verhalten würden. Der „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) steht eine Banalität des Alltags zur Seite, die sich selbst in den extremsten Lebensbedingungen etabliert. Sie birgt das Zeitlose einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber dem, was der eigenen Bequemlichkeit und Sicherheit entgegensteht.

Musikalisiert wird der gesprochene Dialog der beiden Männer von einem Quartett aus vier Frauen, einem „No-String-Quartet“, in einer komponierten Interpretation der Bagatellen Opus 9 von Anton Webern, den kürzesten Stücken der Musikgeschichte, die hier auf 80 Minuten gedehnt werden. Eine Art „Zeit-Lupe“, um die Webernschen Klangminiaturen anders wahrzunehmen.

Webern war bereits tot, als die neue Generation an Komponisten einer Avantgarde sich Weberns „Neuer Musik“ verschrieb, dabei aber ihrerseits Züge einer autoritären Ideologie aufprägt. Ein Jahrhundert später bleibt sowohl das Rätsel, als auch die Entfremdung der Gesellschaft gegenüber diesem Musikstil bestehen.