Was ist Crowdsurfing?
Bedeutung, Regeln und Tipps für Einsteiger
Wer schon einmal auf einem Festival oder Konzert unterwegs war, hat es bestimmt schon gesehen: Plötzlich schwebt jemand über den Köpfen des Publikums Richtung Bühne. Für Außenstehende schaut das im ersten Moment ziemlich verrückt aus. Wer öfter auf Konzerten ist, weiß aber: Crowdsurfing gehört für viele einfach dazu.
Falls du dich schon einmal gefragt hast, wie das Ganze eigentlich funktioniert oder ob man das überhaupt einfach machen darf, bist du hier genau richtig.
Was ist Crowdsurfing überhaupt?
Der Name verrät eigentlich schon fast alles.
Beim Crowdsurfing lässt du dich vom Publikum über die Köpfe und Hände der anderen Besucher*innen tragen. Meistens passiert das bei Rock-, Metal-, Punk- oder Hardcore-Konzerten, mittlerweile sieht man Crowdsurfer aber genauso auf vielen Festivals oder sogar bei Hip-Hop- und Pop-Shows.
Damit es funktioniert, müssen aber alle zusammenhelfen.

Woher kommt Crowdsurfing?
Crowdsurfing gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Bekannt wurde es vor allem in den 1980er-Jahren durch die Punk-, Hardcore- und Rockszene. Musiker wie Iggy Pop ließen sich allerdings schon einige Jahre davor immer wieder ins Publikum fallen und gelten deshalb als Vorreiter dieser Konzertkultur.
Heute gehört Crowdsurfing für viele Fans einfach zum Konzerterlebnis dazu und ist auf Festivals auf der ganzen Welt zu sehen.
Darf man einfach crowdsurfen?
Das kommt ganz auf die Veranstaltung an.
Manche Festivals oder Locations haben überhaupt kein Problem damit. Andere verbieten Crowdsurfing aus Sicherheitsgründen. Falls du dir unsicher bist, schadet ein kurzer Blick in die Festivalregeln oder auf die Website der Location nie.
Und selbst wenn Crowdsurfing erlaubt ist, entscheidet am Ende oft die Security, wie damit umgegangen wird.

Tut das weh?
Ganz ehrlich? Meistens nicht.
Trotzdem solltest du nicht vergessen, dass dich andere Menschen tragen müssen. Deshalb solltest du auch nie einfach blind nach hinten springen oder dich irgendwo ins Publikum werfen.
Crowdsurfing funktioniert nur dann gut, wenn alle mitmachen.

Wenn du es ausprobieren möchtest…
…dann gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest.
Spring nicht einfach los
Am besten lässt du dich von Freund*innen oder Menschen in deiner Nähe langsam hochheben.
Ein unkontrollierter Sprung sorgt meistens nur für Chaos.
Körperspannung hilft
Je ruhiger und gerader du liegst, desto leichter können dich die anderen tragen.
Hör auf die Security
Vor der Bühne warten meistens Security-Mitarbeiter*innen, die Crowdsurfer sicher wieder auf den Boden helfen.
Mach einfach mit und versuch nicht, an ihnen vorbeizukommen.

Rücksicht geht immer vor
Wie beim Moshpit gilt auch hier: Crowdsurfing funktioniert nur, wenn alle aufeinander schauen.
Niemand sollte absichtlich auf andere springen oder Menschen gefährden!
Und wenn du merkst, dass gerade kaum jemand mitmacht oder das Publikum sehr dicht steht, wartest du lieber auf den nächsten Song.
Am Ende soll’s schließlich für alle eine gute Zeit sein.

Crowdsurfing oder Stage Diving?
Die beiden Begriffe werden oft verwechselt.
Beim Crowdsurfing wirst du vom Publikum getragen. Beim Stage Diving springst du zuerst von der Bühne ins Publikum.
Das sieht zwar ähnlich aus, ist aber etwas völlig anderes und außerdem bei vielen Veranstaltungen gar nicht erlaubt.
Muss ich das einmal gemacht haben?
Ganz klar: Nein.
Es gibt genügend Menschen, die seit Jahren auf Festivals unterwegs sind und noch nie gecrowdsurft sind.
Andere nutzen jede Gelegenheit. Beides ist vollkommen okay.
Ein gutes Konzert wird nicht besser oder schlechter, nur weil man einmal über die Menge getragen wurde.
VOLUME meint
Crowdsurfing schaut von außen oft ziemlich wild aus.
Wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen, gehört es aber für viele einfach zur Konzertkultur dazu. Falls du es irgendwann einmal ausprobieren möchtest, such dir den richtigen Moment, hör auf die Security und denk immer daran: Ohne das Publikum funktioniert Crowdsurfing nicht.
Und wenn du lieber unten bleibst und einfach die Musik genießt, ist das natürlich genauso vollkommen in Ordnung.
