Der Name ist Programm!
007 First Light im Test
Der Name Year. Game Of The Year! 2026 hatte schon Einiges zu bieten. Mit 007 First Light bringt des Entwickler-Team von IO Interactive eine neue Iteration des britischen Agenten mit einem fulminanten Abenteuer der Extraklasse. Wir haben den Werdegang von James Bond für euch unter die Lupe genommen.
Blood Stone, Legends, Racing. Kein James Bond Spiel konnte Goldeneye wirklich das Wasser reichen. Seit 1997 bleibt dem charismatische Agent keine Wahl als nur auf der großen Leinwand zu brillieren. Mit Ende der Daniel Craig Ära sah es bis jetzt düster aus in Sachen Doppel-0 Programm. Doch mit 007 First Light wird neues Leben in das Videospiel-Universum rund um James Bond gehaucht. IO Interactive hat sich die IP geschnappt und die Hitman Engine dafür genutzt, um ein großartiges Action-Erlebnis zu erschaffen, wenn auch ein paar Makel beim genauen Hinsehen auftauchen.

Neu ist immer besser!
James Bond ist ein blutjunger Royal Navy Soldat, der durch gefährliche Umstände in Island auf feindliche Einheiten stößt. Schnell merkt James, dass er in einen Spionage-Krieg zwischen Terroristen und dem MI6 gestolpert ist. Dank seines Außendienst-Talents nimmt ihn der MI6 unter die Fittiche und wirft ihn sofort in das 00-Programm, um aus ihm einen Geheimagenten zu machen.
Schnell wird klar, dass beim MI6 an jeder Ecke Geheimnisse verborgen werden und James schnell schalten muss, um nicht nur seine eigene Haut zu retten.

Mit der Lizenz zum Schleichen
IO Interactive ist bekannt für seine Hitman-Serie. Hier ist Schleichen, Täuschen und Unsichtbar bleiben an der Tagesordnung. Natürlich ist das ein Teil eines Geheimagenten, doch First Light hat mehr unter der Haube als die Trickkiste von Agent47. Als James Bond, Agent in Ausbildung gehört natürlich ein flottes Trainingscamp als Tutorial dazu. James wird nach Malta geschickt, wo er mit sechs anderen Rekruten das korrekte Fahrverhalten lernt, Nahkampf-Sparing vollführt und natürlich schleichend Fahnen stiehlt. Sollte doch einmal die Deckung nicht genügen, so erhält James die Lizenz zu Töten und darf auch zu Waffen greifen, die er entweder von Q mit sich führt oder von Feinden erhält.

Das Gameplay selbst lehnt sich stark an dem von Hitman an, ist gleichzeitig aber ganz anders. Keine Verkleidungen, dafür Schlussfolgern und Finden von Hinweisen. Das bedeutet auch, dass es mehrere Wege zur Lösung geben kann. Ob man ein Hotelzimmer über den Fenstersims erreicht, die Wache ablenkt und den Sprinkler aufdreht oder einfach den Schlüssel für das Zimmer findet, bleibt euren Agenten-Skills überlassen.
Wer glaubt, das sei alles, der irrt! Natürlich gehören auch Verfolgungsjagden und wilde Schießereien zur Tagesordnung von Bond und auch dort gibt es Spielwiesen mit denen die EntwicklerInnen vertraut sind. Ob ihr die Gegner einfach killt oder mit Umgebung zum Stoppen bringt bleibt wieder eurer Fantasie überlassen und so entsteht das perfekte James Bond Abenteuer. Mit coolen Sprüchen und hübschen Charakteren wird das 007 verfeinert und so schmeckt der Cocktail natürlich umso besser.

Fazit
007 First Light ist das beste James Bond Abenteuer seit Goldeneye aus der N64-Ära! Wer glaubt, hier wird Hitman kopiert, der ist auf dem Holzweg und Fans erhalten hier das 007-Komplettpaket. Natürlich kann man nicht auf allen Ebenen 100% abliefern und so wirken einige Racing-Sequenzen sehr gezwungen und hätten wohl besser als Cutscene gelöst werden. Aber das ist schon Jammern auf sehr hohem Niveau: Actors, Atmo, Musik(!) und Story sind wirklich perfekt getroffen und lassen Spielende endlich wieder in eine realistische und erfrischende Rolle von James Bond schlüpfen. So muss 007!
— David B.
Das Gute
+ Atmosphäre
+ Soundtrack (Lana Del Rey!)
+ Gameplay-Technik
Das Schlechte
- Fahrmechanik sehr steiff
- Racing-Sequenzen teils mühsam