Lolita Lesen in Teheran Internationaler Frauentag
Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre widersetzt sich die Literaturprofessorin Azar Nafisi dem zunehmend repressiven Regime, indem sie sich aus dem öffentlichen Raum zurückzieht und in ihrer Wohnung einen geheimen Lesekreis gründet.
Mit sechs ihrer engagiertesten Studentinnen liest sie verbotene westliche Klassiker von Nabokov, Fitzgerald, Henry James und Jane Austen. Was als gemeinsames Lesen beginnt, wird zu einem Akt des Widerstands: Die Texte öffnen Räume für Diskussionen über Freiheit, Liebe, Begehren und Identität, Themen, die im Alltag der Frauen streng reglementiert sind. Der Film zeigt eindringlich, wie Literatur zum Zufluchtsort wird, zu einem Ort des Denkens, der Freundschaft und der Selbstermächtigung.
„Lolita – Lesen in Teheran“ erzählt von der leisen, aber unbeugsamen Kraft der Literatur in Zeiten politischer Unterdrückung. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble iranischer Exilschauspielerinnen, allen voran Golshifteh Farahani und Zar Amir, entfaltet sich ein bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und geistige Unabhängigkeit.
Freigegeben ab 16 Jahren.