2019
08
Sonntag September

Mund.Art.Wien

Sargfabrik Goldschlagstraße 169, 1140 Wien
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Beginn: 19:30 Uhr

Die siebente Auflage dieses Festivals bringt einige der unterhaltendsten Protagonist_innen der Wiener Musik erstmals auf die Bühne der Sargfabrik. Gemein ist allen auftretenden KünstlerInnen, dass sie ihre Musik mit viel Witz darbieten, gerne Texte von (nahezu) literarischer Qualität singen, dabei aber nicht vergessen, dass der Blues ein_e Wiener_in ist. Die Lust an der süßen Schwermut fehlt ebenso wenig wie offensives Raunzertum, ungebrochene Lebenslust und deren Zelebrieren bleiben aber letztlich Trumpf. Wienern Sie mit!

Samstag, 07.09.:

Paul Plut\ 
Paul Plut eröffnet seine Solokarriere – mit Liedern vom Ende. Mal auf bluesig arrangierten Feldaufnahmen, mal auf treibenden Noise-Gitarren kommt der düstere Dialekt-Gospel daher. Eine fiebrige Andacht, in der sich die Pole gefährlich nah kommen: Fliegen und Fallen, Stillstand und Ekstase, Tanz und Tod.

Vesselsky // Kühn\ 
Triviales und Tiefsinniges, Bitterkeit und fröhlicher Leichtsinn. Mit ihrer neuen CD „wia waun“, die mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit zwischen Waldviertler Dialekt und englischsprachigen Einsprengseln jongliert, haben sich Vesselsky // Kühn einmal mehr neu erfunden und dabei selbst gefunden.
Irmie Vesselsky – Gesang, Klavier, Wolfgang Kühn – Gesang, Fabian Hainzl – Schlagzeug, Soundscapes

Sigrid Horn\ 
Faszinierende Dialekt-Kunst-(Pop)-Lieder von oft erschütterndem Tiefgang oder mitunter verblüffender Leichtigkeit. Im Oktober 2018 hat Sigrid Horn ihr Solo-Debüt „sog i bin weg“ bei Bader Molden Recordings veröffentlicht, im Februar gewann sie den Protestsongcontest 2019.
Sigrid Horn – Gesang, Klavier, Ukulele

Heli Deinboek\ 
Wiener MUND.ART Expert_innen ist der böse Blueser seit den späten 70ern ein Begriff – als sprachgewaltiger Poet, dessen satirischem MUND eigentlich selten was ARTIGES entschlüpft. Aber im vielharmonischen MUND.ART Spektrum gehört der Teufel nun einmal dazu – besonders, da die Sargfabrik direkt in seiner Penzinger Heimat liegt und der großzügige Herrgott gar ned so aus Staa und eifersüchtig is, wie seine Kritiker immer sagen.
Heli Deinboek – Gesang, Gitarre

Sonntag, 08.09.:

Der Machatschek
Franz Joseph Machatschek ist Wiener. Dafür kann er nichts. Er macht Musik. Da ist er schuldig. Rechtskräftig verurteilt. Lebenslänglich. Leute vergleichen ihn mit Ludwig Hirsch, Helmut Qualtinger und Georg Kreisler. Er selbst sagt, „I moch was i kann“. Mit seiner urtypischen Melange aus charmantem Grant und bissigem Wortwitz fabriziert Franz Joseph Machatschek, genannt „Der Machatschek“, diese speziellen Lieder, die wie ein Kuss mitten ins Herz und ein Faustschlag mitten in die Magengrube wirken.
Franz Josef Machatschek – Gesang, Gitarre, Franz Löchinger – Schlagzeug

Leni
Triviales und Tiefsinniges, Bitterkeit und fröhlicher Leichtsinn. Mit ihrem bayerischen Soul-Programm hat sich Leni selbst gefunden. Sie singt mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit und einem Schmunzeln im Gesicht aus dem Tiefsten ihres Herzens und enthüllt, welche zwei von Grund auf gegensätzlichen Seelen in ihrer Brust schlummern.
Lena Mentschel – Gesang, Ukulele, Keys, David Sladek – Gitarre,Gesang

Die Wandervögel
Die Wandervögel spielen endlich Stellner. Das mit viel Selbstironie benannte Programm des Quartetts lässt ahnen, dass die Band sich ein Best-of der Wienerlied-Kompositionen ihres Gitarristen und Sängers David Stellner angeeignet hat. Taktvoll und mit viel Gefühl wurden die Lieder arrangiert und werden durch einige traditionelle Wienerlieder, die Karl Hodina in seinem Buch „O du lieber Augustin“ hinterlassen hat, ergänzt.
David Stellner – Gitarre, Gesang, Bryan Benner – Mandoline, Gesang, Raphael Widmann – Violine, Gesang, Wolfgang Schöbitz – Bass, Gesang

Anna Anderluh & Alex Miksch
Mit rauer Stimme und zurecht als famos bezeichnetem Gitarrenspiel vermag Alex Miksch wie kaum ein anderer österreichischer Künstler, Erlebtes und Beobachtetes in Texte zu verwandeln und auf mannigfaltige Art in Musik einzubetten, ohne dabei seine Wurzeln, die im Blues liegen, aus den Augen zu verlieren. Anna Anderluhs Kunst ist genreübergreifend und bewegt sich in den Bereichen Theater, Musiktheater, Literatur, Performance, Jazz, improvisierte Musik, Pop und Neue Musik.
Alex Miksch – Gitarre, Gesang, Anna Anderluh – Gesang, Autoharp