Wallis Bird

Wallis Bird

Jedes Album von Wallis Bird ist in Wahrheit nur ein leises Vorspiel zum lauten Konzerthöhepunkt. Klar funktionieren die neuen Songs des irischen Zuckerwürfels auch in den eigenen vier Wänden – besser als je zuvor sogar. Aber wer die Frau jemals live gesehen hat, weiß, dass Wallis Bird ein Hörerlebnis für alle Sinne ist und sich erst auf der Bühne zur Gänze entfalten kann. Rätselhaft bzw. unglaublich, wie ein Mensch, dem wegen eines Unfalls einige Teile von drei Fingern fehlen, derartig genial Gitarre spielen kann. Und dazu noch eine Stimme besitzt, die zwischen tiefem Blues und hohem Mariah-Carey-C immer zielsicher mitten ins Herz trifft. Ihr drittes Album ist nicht umsonst selbstbetitelt: Es ist die seelische Hochschaubahn einer großen kleinen Musikerin.   5 Sterne   (CLÖG)  

  • Shortcut: Wallis Bird
  • Highlight: „In Dictum“
  • Connection: Janis Joplin, Tori Amos
 

Connection

Artikel über Wallis Bird

"Geh, wohin du willst, du Song" - Wallis Bird im Interview

Noch vor ein paar Jahren war sie unser „irischer Zuckerwürfel“ – das kleine Mädl von der grünen Insel mit den fehlenden Fingern und der Janis-Joplin-Stimme, das jede Bühne so bespielt, wie wenn es um ihr Leben ginge. Mit ihrem selbstbetitelten dritten Album geht’s nun auf einmal auch in den Charts los. Nach der Finger-Sache fragt heute nur mehr der Boulevard, und Janis Joplin ist seit 42 Jahren tot. VOLUME war mit Wallis Bird lang im Hotelzimmer. Und hat eine nachdenkliche Frau angetroffen. (Interview: Christoph Löger)